Detmold. Ohne Aufmerksamkeit geht in der Politik nichts. Mit einer spektakulären Kletteraktion haben Aktivisten der Identitären Bewegung deshalb jetzt das Hermannsdenkmal bei Detmold zeitweise in Beschlag genommen. Nach Angaben der dpa zündeten sie Pyrotechnik und befestigten ein Banner an dem Monument. Als die Polizei eintraf, gelang den meisten Beteiligten die Flucht. Lediglich ein 21 Jahre alter Schweizer blieb auf dem Denkmal zurück. Er hatte sich, mit einem Seil gesichert, von einem Balkon aus weiter nach oben gearbeitet und hielt sich dort mehrere Stunden auf.
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Nach Angaben der Polizei zeigte sich der Mann gegenüber den Einsatzkräften unkooperativ. Erst nach stundenlangem Ausharren stieg er wieder herab und wurde unmittelbar darauf zur Polizeiwache gebracht. Nun prüfen die Ermittler, welche Straftaten ihm zur Last gelegt werden können. Im Raum stehen unter anderem Hausfriedensbruch, der Verdacht der „Volksverhetzung“ sowie das Abbrennen illegaler Pyrotechnik. Nach Informationen der dpa wollte die Gruppe mit ihrer Besetzungsaktion gegen den weiteren Ausbau der Windkraft in der Region protestieren. Nach aktuellen Plänen der Behörden sollen im Waldgebiet rund um das Denkmal riesige Windräder entstehen, die die Landschaft verschandeln würden (und obendrein auch gesundheitlich problematisch sind).
Das Hermannsdenkmal auf den Höhen des Teutoburger Waldes gilt als die größte freistehende Statue Deutschlands und gehört zu den bekanntesten nationalen Monumenten. Es erinnert an die Schlacht im Teutoburger Wald des Jahres 9 nach Christus, als drei römische Legionen dort von einer Stammesallianz unter dem Cheruskerfürsten Arminius vernichtet wurden.
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Die Identitäre Bewegung ist europaweit aktiv und agiert vor allem gegen Massenzuwanderung und Bevölkerungsaustausch. Normalerweise sind ihre Aktionen in den letzten Jahren der Forderung nach „Remigration“ verpflichtet. (rk)
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