BR-Beitrag über „Modest Fashion“: Muß man muslimische Sack-Mode mögen?

20. Juni 2026
BR-Beitrag über „Modest Fashion“: Muß man muslimische Sack-Mode mögen?
Kultur & Gesellschaft
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Foto: Symbolbild

München. Niemand die Absicht, die deutsche Gesellschaft zu islamisieren – solche Behauptungen sind natürlich pure „Verschwörungstheorie“. Warum dann in immer mehr deutschen Städten aufdringliche Ramadan-Beleuchtung installiert wird und sich Politiker mit anbiedernden Grußworten zum Ramadan-Beginn förmlich überbieten, ist allerdings eine Frage, die man stellen dürfen muß.

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Auch der Bayerische Rundfunk, der manchen immer noch als „konservativ“ gilt, spielt eine fragwürdige Rolle. Er berichtete in einer Sendung am 10. Juni ausführlich über den Trend zur sogenannten „Modest Fashion“. Unter der Überschrift „Bedeckte Mode boomt“ stellte der Sender Kleidung vor, die durch weite, sackartige Schnitte und eine weitgehende Bedeckung des Körpers gekennzeichnet ist – also einen vor allem in muslimischen Ländern verbreiteten Kleidungsstil, der für Frauen wenig vorteilhaft ist. Als Beispiel führte der BR dann ausgerechnet ein Nürnberger Fachgeschäft für islamisch geprägte Bekleidung an.

Der BR vertritt in seinem Beitrag die Auffassung, daß sich „Modest Fashion“ längst zu einem internationalen Modetrend entwickelt habe. Zu Wort kommen sowohl die Betreiberin eines Geschäfts für „schariakonforme Kleidung“ als auch Kundinnen, die ihre Kleiderwahl mit ästhetischen Vorlieben oder persönlichen Überzeugungen begründen. Der Sender ordnet die Entwicklung als Gegenbewegung zur freizügigen Sommermode ein.

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Scharfe Kritik äußerte hingegen die „Bild“-Zeitung. Sie wirft dem Bayerischen Rundfunk vor, religiös motivierte Verschleierung als Lifestyle-Erscheinung zu präsentieren, ohne deren gesellschaftliche und religiöse Hintergründe ausreichend zu beleuchten.

Andere Kritiker verweisen darauf, daß Verschleierung in zahlreichen islamisch geprägten Staaten keineswegs Ausdruck einer freien Entscheidung, sondern vielfach Ergebnis gesellschaftlichen oder staatlichen Drucks ist. Deshalb dürfe „Modest Fashion“ nicht allein als modische Strömung betrachtet werden. Vielmehr müsse auch der religiöse, politische und kulturelle Hintergrund dieser Kleidungsformen in die öffentliche Debatte einbezogen werden. Den CSU-dominierten Bayerischen Rundfunk interessiert das aber offenbar nicht. (rk)

Bildquelle: Flickr/Metropolico.org/CC-BY-SA-2.0

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