Luftwaffen-Chef träumt vom Krieg gegen Rußland: „Wir sind bereit“

16. Juni 2026
Luftwaffen-Chef träumt vom Krieg gegen Rußland: „Wir sind bereit“
National
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Foto: Symbolbild

Berlin. Nach über vier Jahren Ukrainekrieg wundert man sich über vieles nicht mehr – weder über deutsche Panzer, die 80 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg in der Ukraine wieder mit scharfem Schuß gegen Rußland dabei sind, noch über gemeingefährliche Scharfmacher wie den CDU-Stahlhelmer Roderich Kiesewetter, der nicht müde wird, von Rußlands „Kapitulation“ zu fabulieren.

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Auch der Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Holger Neumann, ist ein begnadeter – und politisch verheerender – Phrasendrescher. Er plauderte in einem Interview der britischen Zeitung „The Telegraph“ kürzlich aus dem Nähkästchen und machte dabei aus den unverhohlenen Angriffsabsichten der NATO kein Hehl. „Wenn es zu einem Konflikt kommt – hoffentlich niemals, aber wenn doch –, werden wir jeden Zentimeter unseres Territoriums verteidigen“, erklärte Neumann. Im Bündnisfall würden nach seinen Angaben strategisch bedeutende russische Ziele in den Fokus geraten. Dazu zählten die russische Exklave Kaliningrad (Königsberg), St. Petersburg mit seinen Marineeinrichtungen, die nuklear ausgerüstete Kola-Halbinsel sowie die russische Schwarzmeerflotte.

Der Luftwaffenchef ließ durchblicken, daß sich die Bundeswehr nicht mehr auf Transport- und Aufklärungsaufgaben beschränken werde: „Wir werden mit allem reingehen, was wir in Deutschland haben, die Luftwaffe, aber auch in der NATO, um unser Land, unsere Werte, unsere Bevölkerung und unser Bündnis zu verteidigen.“

Auch die Einsatzbereitschaft hob Neumann hervor. „Fight tonight bedeutet: wenn mich jetzt jemand anruft und sagt, wir haben hier diese Situation, dann müssen wir sofort bereit sein, und wir sind bereit.“

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Auf die Frage, ob Deutschland für einen möglichen militärischen Ernstfall gerüstet sei, antwortete der General: „Meiner Erfahrung nach sind die Menschen bereiter, als es den Anschein hat, wenn es hart auf hart kommt.“

Doch da könnte sich der Luftwaffen-Chef ebenso täuschen wie über die Einsatzbereitschaft seiner Luftwaffe. Deutlich unter 50 Prozent der Deutschen wären derzeit bereit, Deutschland im Ernstfall mit der Waffe zu verteidigen, und ein noch geringerer Anteil ist bereit, sich selbst als freiwilliger Wehrdienstleistender bzw. Reservist einzubringen. Auch was die Einsatzbereitschaft der Luftwaffe angeht, sollte Neumann den Mund nicht allzu voll nehmen: trotz Verbesserungen gegenüber früheren Jahren gelten auch jetzt nur maximal 70 Prozent der Maschinen der Luftwaffe als einsatzfähig – von 138 vorhandenen „Eurofightern“ wären das nicht einmal 100 Maschinen. Realistischerweise kann man bei solchen Zahlen nicht ernsthaft daran denken, Rußland militärisch in die Schranken zu fordern. (st)

Bildquelle: Wikimedia/Hans-Hermann Bühling/CC BY-SA 3.0

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