Rom. Jetzt wird auch in Italien der Ruf nach Remigration lauter. In der Hauptstadt Rom haben am Samstag mehrere tausend Demonstranten eine deutlich härtere Einwanderungspolitik verlangt. Rund 3000 Teilnehmer aus allen Teilen Italiens zogen mit einem Transparent durch die Hauptstadt, auf dem „Remigration und Rückeroberung“ zu lesen war.
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An dem Aufmarsch beteiligten sich auch politische Vorfeldorganisationen wie „Casapound“. Deren Sprecher Luca Marsella erklärte: „Wir wollen die illegalen Einwanderer rauswerfen, weil sie nicht hier sein sollten.“ Zugleich stellte er klar: „Und weil wir nicht politisch korrekt sind, sagen wir auch, daß wir auch die legalen Einwanderer, die sich offensichtlich nicht angepaßt oder integriert haben, nach Hause schicken wollen.“
Parallel zur Kundgebung hielt die neugegründete Rechtspartei „Futuro Nazionale“ (Nationale Zukunft) ihren Gründungsparteitag in der Hauptstadt ab. Initiator ist der frühere General und Europaabgeordnete Roberto Vannacci. Auf einer Pressekonferenz sagte er: „Wenn es nach mir ginge, sollte niemand nach Italien einreisen dürfen.“
Vannacci gehörte früher der Lega von Vize-Ministerpräsident Matteo Salvini an. In den vergangenen Monaten verschärfte er seine Angriffe auf die Regierungskoalition von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. Seine Bewegung bezeichnete er als die „wahre Rechte“ und warf der Regierung einen zu nachgiebigen Kurs vor. Ganz unberechtigt ist dieser Vorwurf nicht, denn grundsätzlich geändert hat sich an der Massenzuwanderung nach Italien auch nach Melonis triumphalem Wahlsieg 2022 nichts.
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Für die Parlamentswahl im kommenden Jahr erwächst der Regierungschefin damit zusätzliche Konkurrenz im rechten Lager. Umfragen sehen „Futuro Nazionale“ derzeit bei 4,5 Prozent. Die Partei dürfte ihre Stimmen vor allem aus dem Wählerreservoir der Lega beziehen. Im Parlament verfügt sie bereits über acht Abgeordnete, die aus anderen Fraktionen zu Vannaccis Bewegung übergewechselt sind. (mü)
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