Neue Vorwürfe gegen Voigt: Schrieb KI die Holocaust-Gedenkrede?

11. Juni 2026
Neue Vorwürfe gegen Voigt: Schrieb KI die Holocaust-Gedenkrede?
Kultur & Gesellschaft
0
Foto: Symbolbild

Erfurt. Der wegen seiner zu erheblichen Teilen abgekupferten Doktorarbeit unter Druck stehende Thüringer CDU-Ministerpräsident Mario Voigt kommt nicht aus den Schlagzeilen. Jetzt sieht sich Voigt mit neuen peinlichen Fragen zum Einsatz Künstlicher Intelligenz bei Reden und Gastbeiträgen konfrontiert. Auslöser ist die Entscheidung der FAZ, einen unter seinem Namen veröffentlichten Gastbeitrag vom August 2025 aus ihrem Online-Archiv zu entfernen und zu sperren. Mehrere der dort auftauchenden Zitate werden den Wissenschaftlern Manfred Spitzer, Gerald Hüther und Jonathan Haidt zugeschrieben. Nachträgliche Überprüfungen ergaben jedoch, daß sich diese Aussagen nicht belegen lassen. Spitzer erklärte auf Nachfrage, den ihm zugeschriebenen Satz nicht in dieser Form verfaßt zu haben. Der Verdacht liegt nahe, daß es sich um sogenannte „KI-Halluzinationen“ handelt.

Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen <<

Die FAZ erklärte, bei Gastbeiträgen vertraue man darauf, „daß sie menschengemacht sind und indirekte und direkte Zitate stimmen“. Bei Voigts Text war das offenbar nicht der Fall. Sein beanstandeter Beitrag befaßte sich ausgerechnet mit Medienkompetenz, Smartphones und sozialen Netzwerken. Voigt hatte sich in der Vergangenheit mehrfach für strengere Regeln im digitalen Raum ausgesprochen und sogar „verwirkbare Social-Media-Lizenzen“ ins Gespräch gebracht.

Er selbst zeigt allerdings keinerlei Unrechtsbewußtsein. Gegenüber dem Berliner „Tagesspiegel“ sagte er: „Wenn es wirklich einzelne Passagen gab, die auch mithilfe von KI erstellt worden sind, dann werde ich dafür keinem den Kopf abreißen.“ Er halte „aber sowieso fast alle“ seine Reden frei. Zu den konkret genannten Fällen äußerte er sich nicht. Vielmehr bezeichnete er KI als festen Bestandteil moderner Kommunikation und ermunterte die Mitarbeiter seiner Verwaltung, zeitgemäße digitale Werkzeuge einzusetzen.

Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen <<

Auch die Thüringer Staatskanzlei bestreitet die Nutzung entsprechender Programme nicht. Vielmehr erklärte sie, KI-Systeme würden „unterstützend bei der Erstellung von Reden, Texten und Beiträgen eingesetzt“. Man betrachte die Technik „nicht als Ersatz menschlicher Arbeit, sondern als zeitgemäßes Werkzeug – wie auch bei diesem Gastbeitrag“.

Nichtsdestotrotz fliegt Voigt der KI-Vorwurf kräftig um die Ohren. Seit kurzem wird dem kopierfreudigen Landesvater auch noch unterstellt, er habe ausgerechnet einen Redetext zum Holocaust-Gedenktag 2025 mithilfe von KI erstellt – die einschlägigen Textpassagen klingen tatsächlich verräterisch nach KI-Worthülsen. (rk)

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay/Gemeinfrei

Fordern Sie hier ein kostenloses Leseexemplar des Deutschen Nachrichtenmagazins ZUERST! an oder abonnieren Sie hier noch heute die Stimme für deutsche Interessen!

Folgen Sie ZUERST! auch auf Telegram: https://t.me/s/deutschesnachrichtenmagazin

Schreibe einen Kommentar

Die maximale Zeichenanzahl bei Kommentaren ist auf 2000 begrenzt.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert