St. Petersburg. Für die Berliner Altparteien hat sich die AfD damit einmal mehr zum Instrument des Kreml gemacht, und der sogenannte „Verfassungsschutz“ ist sowieso dagegen. Die AfD hat sich dadurch nicht irremachen lassen und das einzig Richtige getan: sie hat das Internationale Wirtschaftsforum in St. Petersburg besucht und dort – nicht ohne Erfolg – versucht, die deutsch-russische Kommunikation wieder in Gang zu bringen.
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Am Rande des Wirtschaftsforums ist es zu einem Treffen zwischen dem AfD-Bundestagsabgeordneten (und außenpolitischen Sprecher) Markus Frohnmaier und dem russischen Fondsmanager und Verhandlungsführer Kirill Dmitrijew gekommen. Beide Teilnehmer bestätigten die Unterredung anschließend öffentlich und bewerteten den Austausch positiv.
Dmitrijew ist international vor allem durch seine Rolle bei den Gesprächen zwischen Rußland und den USA über eine mögliche Beendigung des Ukraine-Krieges bekannt geworden. Nach Angaben Frohnmaiers standen die laufenden Friedensbemühungen im Mittelpunkt des Gesprächs. Auf X schrieb er: „Danke, Kirill. Es war mir eine Freude, dich kennenzulernen. In einer Zeit, in der viele offenbar eher zur Konfrontation als zum Gespräch neigen, ist ein echter Dialog wichtiger denn je. Echter Fortschritt beginnt dann, wenn Menschen bereit sind, miteinander zu sprechen, anstatt übereinander.“
Zugleich erklärte Frohnmaier, Dmitrijew habe ihm „aus erster Hand“ Einblicke in die aktuellen Verhandlungen vermittelt. Sein Eindruck sei, daß Möglichkeiten für eine friedliche Lösung des Konflikts bestünden, „die es verdienen, ernsthaft und entschlossen verfolgt zu werden“. Der Abgeordnete kündigte an, den Austausch fortsetzen zu wollen. Perspektivisch hoffe er sogar auf ein trilaterales Gespräch. Wen er dabei als dritten Teilnehmer sieht, ließ er offen.
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Auch Dmitrijew äußerte sich anschließend wohlwollend. Er freue sich darauf, „gemeinsam mit der AfD, Deutschlands beliebtester Partei, eine großartige ZUKUNFT zu gestalten“, schrieb er in den sozialen Medien. Nach seiner Darstellung ging es zudem um wirtschaftliche Fragen, darunter eine mögliche Wiederaufnahme des Dialogs zwischen Rußland, Deutschland und den USA.
Für die deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen besitzt das Treffen zusätzliche Bedeutung. Dmitrijew leitet den russischen Fonds für Direktinvestitionen und könnte bei einer späteren Normalisierung der Beziehungen zwischen beiden Ländern eine wichtige Rolle spielen. (mü)
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