Die Zukunft unserer Städte: Ausländer, Arbeitslosigkeit, Bürgergeld

4. Juni 2026
Die Zukunft unserer Städte: Ausländer, Arbeitslosigkeit, Bürgergeld
Kultur & Gesellschaft
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Foto: Symbolbild

Mannheim. Nicht nur Mannheim kämpft mit erheblichen sozialen Problemen. Aber die Situation dort steht stellvertretend für die Zustände in zahllosen anderen deutschen Städten. „Focus online“ berichtete jetzt über die aktuellen Zahlen in der baden-württembergischen Großstadt.

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Von den rund 330.000 Einwohnern, von denen 29 Prozent Ausländer sind, beziehen knapp 10.000 Langzeitarbeitslose Bürgergeld. Rechnet man Angehörige und Kinder hinzu, leben mehr als 29.000 Menschen von der staatlichen Grundsicherung.

Seit dem 1. März 2026 leitet Matthias Voigt das Mannheimer Jobcenter. Er berichtet bereits nach wenigen Monaten im Amt von den Schattenseiten seiner Arbeit. Immer wieder komme es zu Bedrohungen und Aggressionen gegen Mitarbeiter. Ursache seien häufig Konflikte um Leistungen und behördliche Entscheidungen.

Voigt sieht die hohe Zahl der Hilfsempfänger als Folge wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Veränderungen. „Die Tatsache, daß knapp neun Prozent der Mannheimer Einwohner auf Bürgergeld angewiesen sind, weist auf soziale und wirtschaftliche Herausforderungen der Transformation des Wirtschaftsstandortes Mannheim hin“, erklärt er.

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Von den Bürgergeldbeziehern haben 13.761 keinen deutschen Paß – das sind 47,4 Prozent (was dem Thüringer AfD-Chef Björn Höcke recht gibt, der das Bürgergeld schon vor Jahren als „Ausländergeld“ bezeichnet hatte). Die größten Gruppen stammen aus der Ukraine, Bulgarien und der Türkei. Zahlen zu deutschen Leistungsbeziehern mit Migrationshintergrund existieren nicht. Nach Angaben der Stadt haben jedoch insgesamt 50 Prozent (!) der Einwohner einen Migrationshintergrund.

Besonders belastet sind Stadtteile wie Hochstätt, Neckarstadt-West, Waldhof-West und Schönau-Nord. Dort konzentrieren sich Arbeitslosigkeit, Sozialleistungsbezug und Integrationsprobleme. In Schönau-Nord leben rund 9000 Menschen. 57,3 Prozent haben eine Migrationsgeschichte, bei den unter 21jährigen sind es 65 Prozent. Fast jedes zweite Kind wächst in einem Haushalt mit Bürgergeldbezug auf.

Um gegenzusteuern, setzt die Stadt auf das Projekt „Let’s move, Schönau!“. Seit Herbst 2023 wurden rund 180 Bürgergeldempfänger bei der Arbeitssuche begleitet. 54 fanden eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Das Projekt kostet eine Million Euro für drei Jahre. Für Voigt ist dies dennoch ein Erfolg, da mit jeder erfolgreichen Vermittlung die Sozialausgaben sinken und die Perspektiven im Stadtteil steigen. (rk)

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Ein Kommentar

  1. tschuldige den Ton sagt:

    Ein „Projekt“ kostet den Steuerzahler 1 Million Euro binnen 3 Jahren und von den rund 180 Leistungsbeziehern (Bürgergeld) fanden 54 „sozialversicherungspflichtige Beschäftigung“ ?

    Frage: Wie lange geht das schon so?

    Weil in der BRD leben aber derzeit doch um die …20 Millionen (schöngerechnet) „Migranten“ von denen laut letzte mir bekannter Zahlen um die 40% auch Arbeiten ?

    Haben die alle Kitt gefressen oder was …?

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