Monika Gruber, Dieter Hallervorden, jüngst Senta Berger – immer mehr Prominente haben vom Genderwahn genug. Jetzt meldete sich auch eine bekannte Stimme aus Österreich zu Wort: der Entertainer und langjährige Opernball-Moderator Alfons Haider hat ebenfalls keine Lust mehr auf Genderdebatten und eine links-woke Sprachmoral. Im Podcast „Mind Games“ erklärte der heutige Generalintendant der Seefestspiele Mörbisch, die moderne Political Correctness gehe ihm „furchtbar auf die Nerven“.
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Besonders die Vielzahl neuer Geschlechtsdefinitionen hält Haider für überzogen. „Diese zig Gender-Begriffe. Wie jemand sich fühlt“, kritisierte er. Er habe selbst als Homosexueller dafür gekämpft, daß Menschen frei leben könnten. Die heutige Entwicklung hält er dennoch für „überdreht“. Daß es inzwischen „irgendwie 30 Gender-Bezeichnungen“ gebe, „wo sich keiner mehr auskennt“, bereite vielen Menschen Schwierigkeiten. Die Gendertheorie „überlastet die Normalbevölkerung“, meint Haider. „Wir werden überfordert mit solchen Sachen – und nicht nur Gender“.
Auch Debatten über kulturelle Aneignung stoßen ihm sauer auf. Früher sei es im Theater selbstverständlich gewesen, weiße Schauspieler für afrikanische Rollen schwarz zu schminken. „Am Theater hat man Afrikaner Jahrtausende immer so dargestellt, daß ein Schauspieler schwarz angemalt wurde“, erklärte er. Heute werde daraus beinahe ein Straftatbestand gemacht. „Jetzt gehst du ja fast ins Gefängnis, wenn du jemanden als Schwarzen anmalst“, sagte Haider. Sein Fazit: „Das sind Übertreibungen, die einfach nicht gut sind.“
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Skeptisch äußerte sich der Moderator auch über Forderungen aus LGBTQI-Kreisen nach neuen Geschlechtsbezeichnungen in Pässen. Statt „Herr“ oder „Frau“ solle dort teils „transgender“ oder „genderfluid“ stehen. Haider hält wenig davon: „Wenn alles so Kastl-mäßig eingeordnet werden muß, ist das furchtbar.“
Viel wichtiger seien ihm praktische Probleme wie gleiche Bezahlung für Frauen oder die Integration von Migranten. Viele Zuwanderer hätten „gar kein Interesse“ an der österreichischen Kultur, zugleich hätten aber auch die Österreicher Fehler gemacht. (rk)
Bild: Pixabay/Gemeinfrei
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