Zu weit aus dem Fenster gelehnt? US-Geheimdienst-Chefin Tulsi Gabbard wirft hin

27. Mai 2026
Zu weit aus dem Fenster gelehnt? US-Geheimdienst-Chefin Tulsi Gabbard wirft hin
International
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Foto: Symbolbild

Washington. Nach heftigen Meinungsverschiedenheiten über den Iran-Krieg zieht sich US-Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard aus der Regierung von Präsident Donald Trump zurück. Die 45jährige erklärte ihren Abschied mit der schweren Erkrankung ihres Mannes.

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Gabbard stand zuletzt politisch unter Druck. In Washington kursierten seit Monaten Zweifel an ihrer Loyalität gegenüber Trump. Die frühere Kongreßabgeordnete hatte in einer Anhörung des Kongresses erkennen lassen, daß sie Trumps Darstellung der iranischen Nukleargefahr nicht teilte. Nach Angaben der Geheimdienste habe Teheran seine Atomanlagen seit den amerikanisch-israelischen Luftangriffen vom vergangenen Juni nicht wieder aufgebaut. Trump hatte den Krieg dagegen mit der Behauptung verteidigt, der Iran könne „bald“ sogar die USA angreifen.

Der Präsident lobte Gabbard nach ihrem Rücktritt auf Truth Social für ihre „unglaubliche Arbeit“. Übergangsweise übernimmt ihr Stellvertreter Aaron Lukas die Leitung der Behörde, der sämtliche 18 US-Geheimdienste unterstehen.

Gabbard war ehedem Demokratin, diente im Irakkrieg als Soldatin und wechselte 2024 kurz vor der Präsidentenwahl zu den Republikanern. Damals erklärte sie, Trump habe die Partei in eine „Partei des Friedens“ verwandelt, während sich die Demokraten mit der Unterstützung der Ukraine in eine „elitäre Clique von Kriegstreibern verwandelt“ hätten. Zudem schürten die Demokraten Rassismus gegen Weiße.

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Der russische Geopolitiker und Publizist Alexander Dugin kommentiert den Rücktritt von Gabbard als letzten Schritt der Ausschaltung der Trump-nahen MAGA-Bewegung. Auf dem Portal „Multipolar Press“ schreibt er: „Der Triumph des ´Deep State´ und des Epstein-Netzwerks über die amerikanische Politik ist nun vollständig. Tulsi Gabbards Rücktritt ist der letzte Strohhalm. Alle Hoffnungen, die man in Trump gesetzt hatte, sind nun endgültig verflogen.“

In ihrer Eigenschaft als US-Geheimdienstkoordinatorin hatte Tulsi Gabbard maßgeblichen Anteil an der – zumindest teilweisen – Veröffentlichung der Epstein-Files, die ein weltweites Erpresser- und Pädophilen-Netzwerk offenbarten. Außerdem bestätigte sie die Existenz amerikanischer Bio-Labore in der Ukraine, für die die russische Regierung bereits bald nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine 2022 Belege vorgelegt hatte. (mü)

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