Washington/Berlin. US-Präsident Donald Trump will die Deutschen für ihre fehlende Loyalität im Irankrieg bestrafen – aber letztlich ist es eine gute Nachricht: jetzt wurde bekannt, daß die USA nicht nur mindestens 5000 ihrer Soldaten aus Deutschland abziehen wollen. Auch die für die Stationierung in der Bundesrepublik vorgesehenen neuen amerikanischen Hyperschallraketen sollen nun nicht kommen. Das berichten US-Medien wie Reuters unter Berufung auf Pentagon-Quellen.
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Erst beim NATO-Gipfel in Washington im Juli 2024 – noch unter den Regierungen von Olaf Scholz und Joe Biden – hatten deutsche und amerikanische Vertreter die Stationierung von „Tomahawk“-Marschflugkörpern, SM-6-Raketen und Hyperschallraketen vom Typ „Dark Eagle“ ab 2026 vereinbart. Die damalige Bundesregierung und Kanzler Olaf Scholz (SPD) begründete dies mit einer angeblichen Bedrohung durch russische „Iskander“-Raketen in der Region Königsberg (Kaliningrad). Die Waffen sollten nur zeitweilig eine Fähigkeitslücke der Europäer schließen, bis eigene Systeme etwa 2029 oder 2031 verfügbar wären.
Nun zieht Trump die Reißleine. Wie aus den US-Berichten hervorgeht, wird nicht nur eine Kampfbrigade abgezogen, sondern auch ein Fernartilleriebataillon gar nicht erst nach Deutschland entsandt. In seine Zuständigkeit wären die neuen Mittelstreckenwaffen gefallen. Stationierungsort sollte Mainz-Kastel bei Wiesbaden sein. Ob Trump aus militärischen Erwägungen handelt oder wieder einmal rein emotional auf Merz‘ Kritik am US-Iran-Kurs reagiert, ist nicht bekannt.
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Der Sicherheitsexperte Christian Mölling zeigte sich gegenüber dem ZDF alarmiert: Durch Trumps Weigerung fehle ein zentrales „Element einer Abschreckung, weil es hier um Raketen geht, die in der Lage sind, Rußland schon im Aufmarsch zu stören“. Deutschland sei auf diese Lage nicht vorbereitet. Eine Lösung könnte der Kauf von Mittelstreckenraketen in den USA sein; das Verteidigungsministerium hatte schon im Juli 2025 eine Anfrage für das System „Typhon“ gestellt. Zudem macht das britisch-deutsche Projekt „Deep Precision Strike“ Fortschritte, mit Marschflugkörpern und Hyperschallwaffen, die ab den 2030er Jahren einsatzbereit sein sollen.
Bis auf weiteres ist die Nicht-Stationierung der neuen US-Raketen aber erst einmal eine gute Nachricht für Deutschland: sie verringert das Risiko, Opfer eines russischen Präventiv- oder Vergeltungsschlages zu werden. Dieses wäre angesichts hochmoderner Hyperschallraketen besonders hoch, weil der russischen Seite wegen der geringen Flugzeiten nur äußerst wenig Zeit für Gegenmaßnahmen bliebe. Zumindest dieses Risiko bleibt Deutschland nun wenigstens bis mindestens 2029 erspart. (mü)
Bildquelle: US Army/Gemeinfrei
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