Berlin. Die Bürgerkriegsszenarien früherer Jahre sind diesmal ausgeblieben. Ohne Krawalle ging der 1. Mai in der Hauptstadt aber auch heuer nicht ab. Einsatzkräfte der Polizei wurden 15 Mal angegriffen und verletzt. Die Behörden nahmen 87 Menschen fest – 2024 waren es 70. Die Zahl der eingeleiteten Ermittlungsverfahren verdoppelte sich fast von 70 auf 121. Gleichwohl wertet die Polizei den Tag als Erfolg. Die Stimmung sei überwiegend friedlich geblieben, hieß es. Rund 70.000 Bürger beteiligten sich an mehr als 90 Versammlungen. Etwa 3500 Polizeikräfte aus dem gesamten Bundesgebiet sowie Bundespolizisten sicherten die Veranstaltungen.
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Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel sieht sich bestätigt: „Unsere über Jahrzehnte immer weiter fortentwickelte und ausdifferenzierte Strategie der Deeskalation hat sich erneut bewährt: Zurückhaltung, wenn es uns nicht braucht, enge Begleitung, wenn Straftaten drohen, konsequentes Eingreifen, wenn Straftaten begangen werden.“
Die Berliner Politik ist sich indes nicht einig, was sie von der offiziellen Bilanz halten soll. Niklas Schrader, innenpolitischer Sprecher der Linkspartei, plädiert für einen Rückbau des Polizeiaufgebots: „Ich finde, nach mehreren Jahren friedlicher Demonstrationen müssen wir darüber diskutieren, den Personaleinsatz bei der Polizei zu reduzieren und damit auch die Polizeikräfte zu entlasten.“ Berlins Bürgermeister Kai Wegner (CDU) widerspricht energisch und suggerierte: die Polizei sei stark, weil die Regierung ihr den Rücken stärke, „anstatt ideologische Vorschriften zu machen“.
Ein Ärgernis anderer Art bereitete die Hinterlassenschaft der Feiernden. Die Berliner Stadtreinigung räumte 350 Kubikmeter Abfall weg – doppelt soviel wie im Vorjahr. 170 Beschäftigte waren mit 70 Fahrzeugen im Einsatz. (rk)
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