Drei Plätze schlechter in der Weltrangliste: Pressefreiheit in Deutschland bröckelt

6. Mai 2026
Drei Plätze schlechter in der Weltrangliste: Pressefreiheit in Deutschland bröckelt
Kultur & Gesellschaft
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Foto: Symbolbild

Hamburg. Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump bemängelt schon länger, daß es um die Meinungsfreiheit in Deutschland nicht zum besten bestellt ist. Das Vorgehen deutscher Behörden mit Dissidenten und unerwünschten Meinungen verglich sie sogar mit „Gestapo-Methoden“.

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Daß diese Vorwürfe, die die Bundesregierung mit Nachdruck zurückweist, alles andere als unbegründet sind, unterstreicht jetzt eine aktuelle Einschätzung der Organisation „Reporter ohne Grenzen“ (RSF). In deren Ranking der weltweiten Pressefreiheit fällt Deutschland nun um ganze drei Plätze gegenüber dem Vorjahr zurück. Die Lage gilt zwar formal noch als „zufriedenstellend“, doch Journalisten berichten laut der Organisation von einer wachsenden Bedrohung.

Als Hauptgrund nennt RSF ein rauheres Arbeitsklima. Besonders die Berichterstattung über polarisierende Themen wie den Nahostkonflikt erschwere die Arbeit in den Redaktionen und erhöhe den Druck auf Medienschaffende. Viele Kollegen erlebten Haß, Diffamierung und einen tiefen Vertrauensverlust in die Medien. Letzteren haben sich die Redaktionen allerdings selbst zuzuschreiben – viele Medienkonsumenten finden ihre tägliche Realität in den Medien nur noch unzureichend abgebildet; stattdessen erleben sie Bevormundung und einseitige Berichterstattung.

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Norwegen verteidigt im RSF-Ranking zum zehnten Mal in Folge die Spitzenposition, gefolgt von den Niederlanden und Estland. Das Schlußlicht bilden wieder Eritrea, Nordkorea und China. Die größte Verbesserung erzielte Syrien (von Platz 177 auf 141) – was man glauben kann oder auch nicht: statt dem langjährigen Präsidenten Baschar al-Assad reagieren dort jetzt Islamisten unter Führung des früheren Terroristen Ahmed al-Scharaa alias Mohammed al-Dscholani. Daß das die Freiheit der Medien gleich um 36 Plätze verbessert haben soll, glauben die Reporter ohne Grenzen vermutlich selbst nicht.

Immerhin beobachtet die Organisation weltweit juristische Rückschritte: Journalismus werde zunehmend kriminalisiert, etwa mit Gesetzen unter dem Deckmantel der Terrorbekämpfung oder nationalen Sicherheit. Hier geht die Europäische Union mit denkbar schlechtem Beispiel voran – unter dem Vorwand der prorussischen Propaganda entzieht sie nicht nur unerwünschten Sendern wie RT oder „Sputnik“ die Sendelizenz, sondern läßt auch Publizisten und Journalisten wie Thomas Röper oder zuletzt dem Schweizer Ex-Offizier Jacques Baud die Konten kündigen, was de facto die Geschäftsfähigkeit der Betroffenen zerstört. Auch (versuchte) Zeitschriftenverbote wie im Fall des „Compact“-Magazins durch die frühere SPD-Innenministerin Nancy Faeser sind kein Ruhmesblatt und dürften Deutschlands Absturz um drei Plätze vermutlich mitbeeinflußt haben. (rk)

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