5000 US-Soldaten weniger: Tropfen auf den heißen Stein

5. Mai 2026
5000 US-Soldaten weniger: Tropfen auf den heißen Stein
International
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Foto: Symbolbild

Washington. Eine gute Nachricht – und eine schlechte. Die gute: nach zahlreichen Anläufen und Ankündigungen in der Vergangenheit machen die USA nun ernst und reduzieren ihre Militärpräsenz in Deutschland. Die schlechte: es handelt sich nur um 5000 Mann, die abgezogen werden – wenngleich Trump am Wochenende nachlegte.

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In Europa sind derzeit rund 86.000 US-Soldaten stationiert, davon etwa 39.000 in Deutschland. 5000 weniger sind immer noch 34.000 US-Soldaten, die auf deutschem Staatsgebiet stationiert sind. Der Abzug soll laut US-Kriegsminister Hegseth innerhalb von sechs bis zwölf Monaten abgeschlossen sein. Begründet wurde der Schritt mit einer gründlichen Überprüfung der europäischen Truppenstationierung sowie den Erfordernissen der Einsatzgebiete.

Vorausgegangen war scharfe Kritik von US-Präsident Donald Trump an Bundeskanzler Friedrich Merz wegen dessen ablehnender Haltung zum US-israelischen Überfall auf den Iran. Trump hatte bereits zuvor einen solchen Schritt prüfen lassen wollen.

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Am Samstag legte der Präsident nach und kündigte an, daß die Truppenpräsenz in Deutschland „deutlich“ reduziert werde. Auf die Frage nach dem Grund dafür lehnte er eine Erklärung ab, präzisierte aber, daß eine noch stärkere Reduzierung bevorstehe, weil das Engagement der USA für die europäische Sicherheit zurückgefahren werden solle. „Wir werden stark kürzen. Und wir kürzen viel mehr als 5.000“, sagte Trump vor Reportern in Florida.

Inzwischen mehren sich die Indizien dafür, daß es sich wieder einmal um eine Trump-typische Entscheidung aus dem Bauch heraus handelt. „Wir wissen nicht, welche Kräfte genau betroffen sind. Ist es der Kern einer Brigade, ein Luftgeschwader?“, sagte der frühere US-Botschafter bei der NATO, Ivo Daalder, Euronews. Eine weitere US-Quelle vertraute der Plattform „Euronews“ an: „Es gibt keine Details, weil Trump die Zahl einfach frei erfunden hat.“ Und: „Die fünftausend sind eine reine Schätzgröße, die Trump aus der Luft gegriffen hat, um im Streit mit Merz ein sichtbares Zeichen zu setzen.“

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Deutschland dient den USA seit Jahrzehnten als militärisches Drehkreuz – und wird dies auch weiterhin tun. Auch im jüngsten Iran-Konflikt war die US-Logistik in Deutschland essentiell für die amerikanischen Kampfhandlungen. Vom US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein aus erfolgt die Koordination aller Drohneneinsätze im afro-asiatischen Raum.

Bereits in Trumps erster Amtszeit (2017-2021) drohte dieser mit einer Reduzierung um 12.000 Soldaten – als Strafaktion für aus seiner Sicht zu geringe deutsche Verteidigungsausgaben. Sein Nachfolger Joe Biden stoppte diese Pläne. In seiner zweiten Amtszeit gab Trump zunächst Entwarnung, reagierte dann aber auf die kritische Haltung der Europäer zum Irankrieg ungehalten. Wesentliches ändert sich aber durch den jetzt bestätigten Abzug nicht. (mü)

Bildquelle: US Army/Gemeinfrei

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