Berlin/Washington. Das ist selbst für die Bundeswehr starker Tobak: ab Herbst 2026 wird ein amerikanischer Oberst direkt im Kommando Heer installiert – als Vize-Chef der Abteilung Operationen. Das bestätigte das Kommando Heer auf Medienanfrage. Der Name des Offiziers ist noch nicht bekannt.
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„Die Integration eines hohen amerikanischen Offiziers in unsere Operationsabteilung ist auch Ausdruck unseres gegenseitigen, tiefen Vertrauens“, erklärte Generalleutnant Christian Freuding, Inspekteur des Heeres. Das Kommando Heer betont, der Dienstposten sei „für eine Besetzung durch einen US-amerikanischen Oberst vorgesehen“, um die gemeinsame Einsatzfähigkeit innerhalb der NATO zu optimieren. Austauschprogramme gebe es zwar, doch eine so tiefe Einbindung gilt als außergewöhnlich.
Auch die US-Armee spricht von einer Vereinbarung zum Austausch von Offizieren auf „hochselektiver Basis“. Der amerikanische Offizier werde die Interoperabilität verbessern, so Sprecher Vonnie Wright. Zugleich weist Washington auf Deutschlands größere Rolle hin: die USA wollen künftig „kritische, aber begrenztere Unterstützung“ leisten. In ihrer National Defense Strategy 2026 heißt es, die NATO-Verbündeten seien „deutlich mächtiger als Rußland – es ist nicht einmal knapp“.
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Der Militärexperte Nico Lange bewertet die Implementierung eines amerikanischen Befehlsgebers positiv: „Gerade in der jetzigen Phase ist ein integrierter US-Stabsoffizier von hohem Wert – die Bundeswehr wird schrittweise Fähigkeiten in Europa übernehmen müssen, die bisher nur von den Amerikanern kamen.“ Es sei besser, den Übergang „kameradschaftlich miteinander“ zu gestalten. Auch aus Sicherheitskreisen heißt es, die operative Zusammenarbeit mit US-Behörden sei intakt. (he)
Bildquelle: Flickr/U.S. Army Photo by Lacey Justinger, 7th Army Training Command/CC BY 2.0
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