München. Der deutsche Arbeitsmarkt hat im April einen kräftigen Dämpfer erhalten. Das vom Ifo-Institut für das „Handelsblatt“ erhobene aktuelle Beschäftigungsbarometer sackte auf 91,3 Punkte ab – den tiefsten Stand seit Dezember. Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Befragungen, konstatiert: „Der Druck am Arbeitsmarkt nimmt spürbar zu. Viele Unternehmen reagieren mit einem verstärkten Stellenabbau.“ Neueinstellungen blieben die Ausnahme. Seine Prognose ist düster: „Ohne mehr Planungssicherheit wird sich der Arbeitsmarkt kaum erholen.“
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In den ersten drei Monaten des Jahres hatte der Indikator noch oberhalb von 93 gelegen. Werte unter 100 signalisieren grundsätzlich, daß mehr Firmen Stellen streichen als aufstocken wollen. Grundlage ist die monatliche Befragung von rund 9500 Betrieben zu ihren Personalplänen für das kommende Quartal.
Den heftigsten Einschnitt verzeichnet die Industrie mit einem Absturz um 20 Punkte – ein verräterisches Indiz, denn die Industrie ist der Motor der deutschen Volkswirtschaft. Ähnlich finster präsentiert sich die Lage im Handel. Der Dienstleistungssektor gibt vergleichsweise moderat nach. Einzig die Bauwirtschaft verharrt auf ihrem bereits angeschlagenen Niveau ohne weitere Verschlechterung. Ausgerechnet Juristen, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer melden als einzige Branche einen kräftigen Personalaufbau – kein Wunder: Firmeninsolvenzen haben Hochkonjunktur, dabei geht es um Bilanzen und viel Buchhalterei.
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Die Misere deckt sich mit der desolaten Stimmung in der Gesamtwirtschaft, die der ab Mitte März eskalierende Irankrieg zusätzlich verschlechtert hat. Der Ifo-Geschäftsklimaindex rutschte im April auf das niedrigste Niveau seit dem „pandemie“bedingten Stillstand ab 2020. Ifo-Präsident Clemens Fuest stellt fest: „Die Irankrise trifft die deutsche Wirtschaft hart.“ Wohlrabe ergänzt: „Es gibt kaum Lichtblicke in diesem Monat. Die Unsicherheit frißt sich durch die deutsche Wirtschaft.“ (se)
Bildquelle: Pixabay/gemeinfrei
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