Washington. Das US-Verteidigungsministerium beendet die jährliche Grippeimpfpflicht für amerikanische Soldaten. Die Entscheidung von Kriegsminister Pete Hegseth bedeutet einen radikalen Bruch mit einem jahrzehntelangen Prozedere des US-Militärs. Dem Sender CBS News zufolge darf künftig jeder Uniformträger selbst bestimmen, ob er sich gegen Influenza impfen läßt oder nicht. Hegseth begründete den Schritt mit den Worten: „Wir nutzen diesen Moment, um alle absurden, überzogenen Vorgaben zu verwerfen, die unsere Kampffähigkeiten nur schwächen. Dazu gehört in diesem Fall auch die allgemeine Grippeimpfung und die damit verbundene Verpflichtung.“ Eine pauschale Pflicht für alle sei „übermäßig weitreichend und nicht rational“.
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Die neue Regelung stärkt die individuelle Entscheidungsfreiheit. Die Grippeschutzimpfung bleibt jedoch weiterhin verfügbar und wird auch empfohlen. Für bestimmte Gruppen, etwa Reservisten, kann sie in speziellen Fällen sogar verpflichtend bleiben. Eine wichtige und durchaus symbolträchtige Änderung betrifft die finanzielle Seite: Angehörige der Nationalgarde und Reservisten erhalten künftig keine Entschädigung mehr für den Zeitaufwand einer in Eigenverantwortung vorgenommenen Impfung – also für Anfahrt, Wartezeiten oder den Arztbesuch selbst.
Die Entscheidung fügt sich in eine Serie von Gesundheitsmaßnahmen der aktuellen Administration unter Donald Trump ein, die im Widerspruch zur Politik früherer Regierungen stehen. Bereits zuvor hatte das Pentagon die Covid-19-Impfpflicht für Militärangehörige aufgehoben. CBS News erinnerte daran: „Unter der Biden-Regierung führte das Pentagon eine Impfpflicht gegen COVID-19 für alle Angehörigen der Streitkräfte ein. Rund 8.700 aktive und Reservesoldaten verließen daraufhin freiwillig oder unfreiwillig den Militärdienst, nachdem sie die Impfung gegen das Coronavirus verweigert hatten. Die Impfpflicht wurde 2023 aufgehoben.“
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Historisch betrachtet, haben Impfprogramme beim US-Militär eine lange Tradition, die bis in den Zweiten Weltkrieg zurückreicht, als die systematische Grippeimpfung eingeführt wurde. Kritiker weisen darauf hin, daß es bis heute keine einzige placebokontrollierte Studie gibt, die einen Vorteil der Grippeimpfung gegenüber dem bloßen Nichtstun belegt. Hier setzt Hegseths Linie an: weniger Zwang, mehr Eigenverantwortung.
Bei aller Kritik an Hegseth, die im Zusammenhang mit dem aktuellen Iran-Konflikt geäußert wurde, stellt sein Vorgehen in der Impffrage eine bemerkenswerte Ermutigung zur Eigenverantwortung dar. Davon ist man in Deutschland noch Welten entfernt: in der Bundeswehr wird nach wie vor der Impfzwang praktiziert, den die frühere CDU-Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) im November 2021 eingeführt hatte. Soldaten, die sich ihm widersetzen, werden bis heute juristisch verfolgt. (rk)
Bildquelle: Pixabay/gemeinfrei
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