Panzer fahren nicht mit Windkraft: Der Westen muß zwischen Krieg und „Energiewende“ wählen

27. April 2026
Panzer fahren nicht mit Windkraft: Der Westen muß zwischen Krieg und „Energiewende“ wählen
International
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Foto: Symbolbild

Brüssel. Die NATO will eigentlich mit Hochdruck kriegstüchtig werden – sie fährt ihre Rüstungsproduktion hoch, ertüchtigt ihre Infrastruktur, will neue Panzerarmeen aus dem Boden stampfen. Aber: der aktuelle Krieg am Persischen Golf und der drohende Mangel an Energieträgern könnten die Aufrüstungsbestrebungen ausbremsen. Denn: Leopard-Panzer „fahren nicht mit Strom“, wie der finnische EU-Abgeordnete und Ex-General Pekka Toveri jüngst nach einem Treffen von EU-Parlamentariern und NATO-Vertretern feststellte. „Fossile Brennstoffe sind die Achillesferse unserer Verteidigung“, so Toveri.

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Die Internationale Energieagentur warnt: Europa bezieht drei Viertel seines Flugbenzins aus dem Nahen Osten und muß mit physischen Engpässen rechnen. Analysten erwarten dies bereits im Juni, falls nur die Hälfte der ausgefallenen Lieferungen ersetzt wird, oder im August, wenn 75 Prozent wiederhergestellt sind. Die Fluggesellschaften-Organisation „Airlines for Europe“ (A4E) rief bereits zu koordinierten Kerosinkäufen auf.

Aber der Mangel betrifft nicht nur die zivile Luftfahrt. Der NATO-Direktor für Verteidigungsfähigkeit, Julien Kita, erklärte, moderne Militärtechnik sei noch viel treibstoffhungriger als diejenige früherer Zeiten. „In dem unwahrscheinlichen Szenario einer großangelegten NATO-Operation würde der Luftbereich etwa 80 Prozent des Treibstoffbedarfs ausmachen. Und das erfordert viel Treibstoff“, warnte Kita.

Auch die polnische Abgeordnete Kamila Gasiuk-Pihowicz ist in Sorge: „Die EU kann Millionen in die Wiederaufrüstung investieren … Aber wenn wir keinen Treibstoff für Panzer und Jets sichern können, gibt es nichts, was sich bewegt.“

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Als langfristige Lösung schlagen die Eurokraten nun „klimaneutrale“ Treibstoffe vor: Biokraftstoffe, Wasserstoff und Produkte aus erneuerbarem Strom. Biokraftstoffe sind ein Nebenprodukt subventionierter Landwirtschaft. Wasserstoff – hochflüchtig und schwer zu lagern – ist aber weit davon entfernt, ein brauchbarer Ersatz für Kohlenwasserstoffe zu werden. Bisher wird er nur als Raketentreibstoff für Weltraumstarts und in Nischenanwendungen wie der Antriebsanlage deutscher U-Boote vom Typ 214 eingesetzt. Der Toyota „Mirai“, das erste Serienauto mit Wasserstoffantrieb, fand kaum Käufer: 2024 wurden 499 Stück verkauft, 2025 nur noch 210.

Die wirtschaftlichen Aussichten der EU sind derzeit düster. Die Ersatzstrategie hätte von reichlich Kernkraft profitiert – doch wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen selbst einräumte, habe man einen „strategischen Fehler“ begangen, indem man sie unterdrückte und statt dessen auf Wind- und Solarenergie setzte. Auch mit Wind und Licht lassen sich die Panzer der NATO nicht in Marsch setzen.

Ein Beamter der Europäischen Kommission sagte dem unabhängigen Portal „Euractiv“, zusätzliche Mittel für nachhaltige Treibstoffe könnten über das Europäische Verteidigungsindustrie-Programm (EDIP) bereitgestellt werden. „Das Programm hat die Versorgungssicherheit zu seinen Prioritäten zu zählen, obwohl es letztlich den Mitgliedstaaten obliegt, zu entscheiden, was darunter fällt“, so der Beamte. Am Grundproblem, daß dank der „Energiewende“ schlicht und einfach zu wenig Energie vorhanden ist, ändert das nichts. Da hat sich der Westen herzhaft selbst ausgebremst. So wird das nichts mit dem Krieg gegen Rußland. (he)

Bildquelle: Wikimedia/Rainer Lippert/CC BY-SA 4.0

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