Paris. Eine Mehrheit der Franzosen ist überzeugt, daß die anhaltende Migration die Bevölkerungsstruktur des Landes langfristig tiefgreifend verändert. Laut einer CSA-Umfrage sehen rund 60 Prozent der Bürger einen „Großen Austausch“, also eine demografische Veränderung durch Zuwanderung aus Nicht-EU-Staaten. Diese Wahrnehmung zieht sich quer durch alle Altersgruppen und politischen Lager. Zwar teilen Anhänger des Rassemblement National diese Sorge am stärksten, doch auch Teile des linken Spektrums sehen es ähnlich.
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Seit Jahren sind die meisten Franzosen unabhängig von ihrer politischen Richtung der Ansicht, daß zu viele Migranten im Land leben. Als Hauptgründe nennen sie die Überlastung der öffentlichen Dienste, kulturelle Veränderungen und Integrationsprobleme. Die Zuwanderung hat in den vergangenen zehn Jahren weiter Fahrt aufgenommen. Die meisten Migranten kommen aus Nordafrika, den Ländern südlich der Sahara und dem Nahen Osten. Seit 2014 stieg die Zahl der im Ausland Geborenen um über 20 Prozent auf rund 9,3 Millionen – das sind inzwischen etwa 14 Prozent der Gesamtbevölkerung. Die OECD verzeichnete für 2024 fast 300.000 langfristige Zuzüge. Allein 2025 wurden rund 380.000 Aufenthaltstitel an Nicht-EU-Bürger vergeben, hauptsächlich für Studium, Familiennachzug und „humanitäre Programme“.
Die hohe Nettozuwanderung gleicht die sinkenden Geburtenzahlen der einheimischen Bevölkerung zunehmend aus. Jenseits des rein quantitativen Aspekts ist das freilich gravierend, weil damit eine schleichende Veränderung der ethnischen Substanz einhergeht – eben der „Große Austausch“.
Ein ähnliches Bild zeigt sich im Vereinigten Königreich. Dort erreichte die Nettozuwanderung 2023 mit 944.000 Menschen einen Höchststand und ging dann bis Mitte 2025 auf 204.000 zurück. Eine Ipsos-Umfrage ergab, daß 50 Prozent der Briten Migration als eines der wichtigsten Probleme ansehen, 30 Prozent sogar als das drängendste – vor allen wirtschaftlichen Fragen. Das Statistikamt ONS berichtet, daß rund 60 Prozent der Erwachsenen Migration als bedeutendes nationales Thema einstufen, ein deutlicher Anstieg gegenüber etwa 40 Prozent im Jahr 2022. (mü)
Bild: Pixabay/gemeinfrei
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