Islamabad. Christen sind die am stärksten verfolgte religiöse Gruppe weltweit. Besonders schwer haben es Christen in muslimischen Ländern. Ein leider durchaus repräsentativer Fall von Christenfeindlichkeit wird jetzt aus Pakistan gemeldet. Im Dorf Chak im Distrikt Faisalabad griff jüngst eine muslimische Gruppe zwei junge Katholiken an und setzte später deren Haus in Brand. Hintergrund ist die Gruppenvergewaltigung eines 14jährigen christlichen Mädchens im vergangenen Jahr. Die Verdächtigen versuchen seither, die Familie zu einer außergerichtlichen Einigung zu zwingen, und setzen dabei auf massiven Druck.
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Einer der Betroffenen, Arsid Masih, gab zu Protokoll: „Mein Onkel väterlicherseits, Riaz Masih, hatte Anzeige gegen Zaman Shafique und andere wegen der Gruppenvergewaltigung seiner Tochter erstattet. Die Angeklagten versuchten mit verschiedenen Methoden, uns zu einer Einigung zu zwingen. Als wir uns weigerten, griffen sie meine Cousins an und zündeten später einen Teil unseres Hauses an.
Pfarrer Khalil Maqsood von der katholischen St.-Marien-Kirche bestätigte ein wiederkehrendes Muster der Einschüchterung: „In diesem Dorf leben etwa 30 christliche Familien. Der Angeklagte hatte öffentlich gedroht, christliche Häuser niederzubrennen, falls die Familie des Opfers einer außergerichtlichen Einigung nicht zustimme.“ Nachbarn hätten die Verletzten gerettet, später seien die Angreifer zur Brandstiftung zurückgekehrt. Die Polizei nahm die Anzeige auf, doch alle Verdächtigen konnten sich aus der Gegend absetzen.
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Aber nicht nur die unmittelbar Betroffenen werden bedroht und eingeschüchtert. Katherine Sapna von der Menschenrechtsorganisation „Christians’ True Spirit“, die der Familie Rechtsbeistand leistet, sagte: „Der Angeklagte hat wiederholt versucht, uns unter Druck zu setzen, damit wir die rechtliche Unterstützung für die Familie einstellen. Sie haben uns telefonisch bedroht und sind sogar mehrmals in unser Büro gekommen, um uns einzuschüchtern. Wir haben deutlich gemacht, daß wir uns solchen Taktiken nicht beugen werden.“ Sie forderte, die Behörden müßten die Verhaftungen nun auch durchführen.
Laut dem Weltverfolgungsindex 2026 von „Open Doors“ rangiert Pakistan auf Platz 8 der Länder, in denen es am schwierigsten ist, Christ zu sein. „Systemische Diskriminierung“, Lynchjustiz, Zwangsbekehrungen und Lücken in der Strafverfolgung sind dort an der Tagesordnung. (mü)
Bild von Gerd Altmann auf Pixabay
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