Kassandrarufe aus Moskau: Orbáns Niederlage vergrößert die Probleme der EU

16. April 2026
Kassandrarufe aus Moskau: Orbáns Niederlage vergrößert die Probleme der EU
International
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Foto: Symbolbild

Moskau. Während Brüssel, das linke Lager und die Mainstream-Medien über die Wahlniederlage des langjährigen ungarischen Regierungschefs Viktor Orbán jubeln, legt man in Moskau einen nüchterneren Blick an den Tag. Der Sieg des ungarischen Oppositionsbündnisses über Orbáns Fidesz-Partei wird aus russischer Sicht zum Bumerang für Brüssel. Der stellvertretende Vorsitzende des Föderationsrates, Konstantin Kosatschow, prophezeit der EU einen „perfekten Sturm“. Die zu erwartende antirussische Politik Ungarns werde den Druck auf die Union erhöhen und weitere wirtschaftliche Probleme auslösen.

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Kosatschow zählt auf: Brüssel müsse 90 Milliarden Euro für die Ukraine aufbringen – eine Summe, die in den nationalen Budgets fehlen werde. Wegen der Ereignisse im Nahen Osten würden die Preise an den Tankstellen und die Versorgungskosten weiter steigen. Zudem sei die EU gezwungen, „[US-Präsident Donald] Trump mit höheren Militärausgaben zu beschwichtigen“. Die Folge: „Die anti-europäische Wirtschaft, die sich ´diversifiziert´ hat, um den Bedürfnissen der Vereinigten Staaten gerecht zu werden, wird die Probleme, mit denen das vereinte Europa unter dem Druck des anti-russischen politischen Kurses konfrontiert ist, nur noch verschärfen.“

Der taktische Sieg Brüssels in Ungarn werde eine strategische Niederlage nicht verhindern, so Kosatschow. Orbán gehe, doch die Probleme blieben. Mehr noch: sie würden sich „wie ein Schneeball immer weiter vergrößern“.

Ähnlich schätzt auch der Sonderbeauftragte des Kreml-Chefs für Investitionen, Kirill Dmitriew, die Lage ein. Das Wahlergebnis in Ungarn werde den Niedergang der EU nur beschleunigen. „Überprüfen Sie in vier Monaten, ob ich Recht habe“, schrieb Dmitriew auf X. (mü)

Bild von Gordon Johnson auf Pixabay

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