Globales Museums-Ranking: Deutschland weltweit weit abgeschlagen

14. April 2026
Globales Museums-Ranking: Deutschland weltweit weit abgeschlagen
National
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Foto: Symbolbild

Berlin. Das ehemalige Land der Dichter und Denker hat ausländischen Touristen immer noch jede Menge zu bieten – Neuschwanstein, die Münchner Wies´n, den Hamburger Hafen zum Beispiel. Nur die weltberühmten Museen wie etwa das Deutsche Museum in München ziehen nicht mehr so richtig.

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Die Top-100-Museen in aller Welt kamen zusammen auch 2025 zwar wieder auf über 200 Millionen Besuche, doch das Wachstum findet längst nicht mehr nur in Europa und den USA statt. Neue Häuser wie das Shanghai Museum East, das National Museum of Korea oder der Louvre Abu Dhabi entwickeln sich zu Publikumsmagneten. Traditionsreiche Institutionen kämpfen dagegen mit veränderten Reisegewohnheiten.

An der Spitze steht weiterhin der Louvre in Paris mit über neun Millionen Besuchern. Das British Museum folgt mit rund 6,4 Millionen, das Metropolitan Museum of Art in New York mit knapp sechs Millionen.

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Deutschland spielt im Ranking nur noch eine Nebenrolle. Lediglich das Humboldt Forum und die Neue Nationalgalerie in Berlin finden sich im hinteren Drittel der Top 100. Für ein Land, das sich als Kulturnation versteht, ist das außerordentlich blamabel. Die Versäumnisse sind teils hausgemacht. Auf ihr weltweites Marketing verstehen sich deutsche Museen nicht sonderlich gut. Hinzu kommen lange Sanierungen: das Pergamonmuseum, eines der bedeutendsten Museen der Welt, bleibt mit seinen zentralen Bereichen wie dem Pergamonaltar und dem Ischtar-Tor noch bis mindestens 2027 geschlossen – als Besuchermagnet fällt es damit auf Jahre aus. Auch das Deutsche Museum in München hat eine lange Sanierungsphase hinter sich.

Ein anderes Problem zeigt sich am Berliner Checkpoint Charlie. Dort existieren mehrere voneinander unabhängige Ausstellungen mit unterschiedlichen Betreibern. Private Museen, Souvenirshops und Fotopunkte stehen nebeneinander, ohne gemeinsame Dramaturgie oder klare Besucherführung. Was es nicht gibt, ist ein konsistentes Museums-Biotop.

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Demgegenüber setzen neue Museen in Asien gezielt auf Architektur, Marketing und globale Aufmerksamkeit. Deutschland wirkt demgegenüber oft verwaltet statt gestaltet – ein sprechendes Indiz für die allgemeine Situation des Landes. (se)

Bildquelle: Wikimedia/Paweł Drozd/CC BY-SA 4.0

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