Washington/Teheran. Auch westliche Medien können es nicht länger unter den Teppich kehren: die iranischen Revolutionsgarden zeigen sich widerstandsfähiger, als das Pentagon zunächst kalkuliert hatte. Die USA und Israel geraten zunehmend in Bedrängnis, selbst der „Bild“-Journalist Julian Röpcke ist ernüchtert und registriert einen erfolgreichen Strategiewechsel der Iraner.
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Statt auf Raketen setzen sie inzwischen verstärkt auf bewaffnete Drohnen. Diese können von den benachbarten arabischen Staaten nur schlecht abgefangen werden, berichtet Röpcke. Auch der Sicherheitsexperte Nico Lange teilt diese Einschätzung. Er schreibt auf X, die USA und Israel sähen sich mit „schnell schrumpfenden Beständen an Interzeptoren wie Patriot, THAAD oder David’s Sling“ konfrontiert. In den ersten Kriegstagen habe man so viele Raketen verbraucht, daß nun Engpässe drohen. Daraus erwächst nun ein massiver Zeitdruck. „Die Führungs- und Kommunikationsstrukturen der iranischen Revolutionsgarden“ müßten rasch zerschlagen werden, so Lange. „Gelingt das nicht, droht eine strategische Umkehr, sobald harte Treffer in Israel oder gegen US-Truppen erfolgen.“
Auch der pensionierte US-Admiral Mike Mullen bestätigt im Gespräch mit CNN diesen Trend: „Die Erschöpfung schreitet ziemlich schnell voran.“ Die Vorräte an Abfangraketen seien begrenzt, und der tägliche Verbrauch sei hoch.
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Trotz der massiven Luftschläge der ersten Kriegstage verfügen die iranischen Revolutionsgarden nach Langes Angaben weiterhin über „noch mehrere hundert Raketen einsatzbereit“. Die iranische Führung setze diese Bestände kontrolliert ein. Statt massiver Salven wähle man eine Nadelstichtaktik, um gezielte Treffer zu erzielen – etwa die Beschädigung von Ölpipelines.
Die Drohnen bereiten der amerikanisch-israelischen Luftabwehr tatsächlich Sorgen. Sie sind langsam, billig und schwer zu orten. Herkömmliche Abfangsysteme sind für den Kampf gegen ballistische Raketen mit hoher Geschwindigkeit konzipiert. Gegen Schwärme von kleinen und vergleichsweise langsamen Drohnen helfen sie nur begrenzt.
Auch die arabischen Nachbarn Israels, die im Verbund mit den USA und Israel kämpfen, haben Schwierigkeiten mit der neuen Bedrohung. Auch ihre Radarsysteme sind auf große Flugkörper ausgerichtet. Die kleinen Drohnen bleiben oft unter dem Radar. Sie können tief fliegen, ihre Route ändern und so die Abwehr durchbrechen.
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Überhaupt ist die Lageeinschätzung westlicher Experten ernüchternd: trotz der Tötung des obersten religiösen Führers Ali Khamenei und weiteren Spitzenpersonals zeigen sich bei der iranischen Führung keinerlei Auflösungserscheinungen. Die Kommandostrukturen funktionieren. Die Revolutionsgarden kämpfen weiterhin koordiniert.
Der Zeitdruck wächst damit von Tag zu Tag. Je länger der Krieg dauert, desto knapper werden die Abwehrmittel der Amerikaner und Israelis. Nachschub ist nur begrenzt möglich. Produktionskapazitäten brauchen Zeit, um hochgefahren zu werden. Und jedes abgefangene Geschosse ist teurer als die Drohne, die es zerstören soll. Das Kostenverhältnis kehrt sich immer mehr gegen die Verteidiger. (he)
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