Washington/Tokio. US-Präsident Donald Trump ist ein begnadeter Tabubrecher. Jüngst traf er im Weißen Haus mit der japanischen Regierungschefin Sanae Takaichi zusammen – und sorgte mit einer historischen Anspielung für sichtliches Unbehagen.
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Mit Blick auf den Irankrieg erklärte Trump, er habe Zusagen aus Japan erhalten, „wirklich Verantwortung“ zu übernehmen, „im Gegensatz zur NATO“. Das bestätigte die japanische Regierungschefin zwar nicht. Stattdessen warnte sie vor einer „äußerst angespannten Sicherheitslage“ und möglichen Folgen für die Weltwirtschaft.
Für Aufsehen sorgte eine spätere Bemerkung Trumps. Auf die Frage, warum die Verbündeten nicht vorab über militärische Schritte informiert wurden, sagte er: „Wir haben niemandem davon erzählt, weil wir eine Überraschung wollten.“ Dann zog er einen historischen Vergleich und verwies auf den japanischen Angriff auf Pearl Harbor im Jahr 1941: „Wer kennt sich mit Überraschungen besser aus als Japan?“
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Im Raum soll Gelächter zu hören gewesen sein. Takaichi hingegen reagierte sichtbar pikiert. Der japanische Angriff auf Pearl Harbor im Dezember 1941 wird im heutigen Japan als ebenso „verbrecherisch“ empfunden wie in Deutschland der „Überfall“ auf Polen oder die Sowjetunion. Dabei wird meist ausgeblendet, daß die Amerikaner durch entschlüsselte japanische Funksprüche über den bevorstehenden Angriff informiert waren. Weil US-Präsident Roosevelt aber einen Anlaß für den amerikanischen Kriegseintritt brauchte, traf er keine Vorkehrungen zum Schutz der in Pearl Harbor vor Anker liegenden US-Flotte. Im übrigen war der japanische Angriff am Morgen des 7. Dezember 1941 auch keine Aggression, sondern eine militärische Reaktion auf die jahrelange Strangulierung durch die USA, die Japan über Jahre hinweg mit Öl- und Rohstoffsanktionen unter Druck setzten. (mü)
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