Wegen Ölmangel: Kein Bus fährt mehr nach nirgendwo

6. April 2026
Wegen Ölmangel: Kein Bus fährt mehr nach nirgendwo
National
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Foto: Symbolbild

Berlin. Die drohende Ölknappheit setzt nicht nur die Privathaushalte unter Druck. Auch zentrale Bereiche der öffentlichen Daseinsvorsorge geraten in Bedrängnis. Besonders der Omnibusnahverkehr, der gerade im ländlichen Raum oft die letzte Verbindung darstellt, ist betroffen – mit fatalen Folgen für die Öffentlichkeit.

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Die Lage spitzt sich zu. „Seit der Eskalation des Nahost-Konflikts sind die Dieselpreise in nur wenigen Tagen auf ein Rekordniveau gestiegen – deutlich über den Spitzenwerten der Energiepreiskrise im Jahr 2022“, warnt der Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmen (WBO). Die privaten Busbetriebe, die ihre Verkehre eigenwirtschaftlich betreiben, könnten dies nicht aus eigener Kraft abfangen. „Wir stehen vor einer ernsthaften Gefährdung der öffentlichen Mobilität im Land“, so der Verband.

Gefordert wird nun eine kurzfristige, unbürokratische Energiepreishilfe. „Jede Verzögerung verschärft die Lage und kann zu irreversiblen Ausfällen führen“, erklärt WBO-Geschäftsführerin Yvonne Hüneburg. Da sich die Unternehmen über Fahrkarteneinnahmen finanzieren, fehlt ihnen bei rasant steigenden Betriebskosten der Spielraum für Preisanpassungen. Die Folge sind Liquiditätsengpässe.

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Die Warnung der Busbranche fällt ausgerechnet mit einer Empfehlung von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) zusammen, der den Bürgern genau jene Verkehrsmittel ans Herz legt, deren Fortbestand nun wackelt. „Für weite Teile unseres Landes kann ich nur empfehlen, auf das Deutschlandticket umzusteigen – gerade in der jetzigen Situation“, sagte der Minister mit Blick auf die hohen Spritpreise. Das Ticket sei mit 63 Euro günstiger als reguläre Monatskarten.

Doch gerade für die Landbevölkerung, die oft weite Wege zum nächsten Bahnhof zurücklegen muß, könnte der Rat ins Leere gehen – zumal wenn die Busse, die dorthin führen, bald nicht mehr fahren. (rk)

Bildquelle: Wikipedia/Busbahnhof/CC BY-SA 3.0

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