Stockholm/Berlin. Die Bundesregierung treibt die verpflichtende Einführung der digitalen Identität für alle Bürger mit Nachdruck voran. Schon im Koalitionsvertrag von 2025 hat sich darauf geeinigt, daß die Einführung eines verpflichtenden „Bürgerkontos“, das für alle Bürger eine digitale Identität vorsieht, ein zentrales Vorhaben ist. Auch auf europäischer Ebene unterstützt die Bundesregierung die Novellierung der eIDAS-Verordnung und strebt ein interoperables System für digitale Identitäten in der EU an.
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Kritiker warnen seit langem vor dieser Entwicklung, weil sie nicht nur die lückenlose digitale Kontrolle über die Bürger ermöglicht, sondern auch mit erheblichen Risiken einhergeht – zum Beispiel, wenn die im Rahmen der digitalen ID gespeicherten Daten in falsche Hände geraten.
Wie leicht das passieren kann, wurde jetzt durch einen Vorfall in Schweden deutlich. Eine Hackergruppe namens ByteToBreach gibt an, bei der schwedischen Niederlassung des IT-Dienstleisters CGI zugegriffen zu haben. Die Täter veröffentlichten Quellcode und Zugangsdaten – darunter Material, das mit der Anmeldung zum digitalen Identitätssystem BankID für die Steuerbehörde verknüpft ist.
BankID bildet das Rückgrat der digitalen Infrastruktur Schwedens. Millionen Menschen nutzen den Dienst täglich für Behördengänge, Bankgeschäfte oder digitale Signaturen. Ein Ausfall hätte weitreichende Folgen.
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Die schwedische Steuerbehörde zeigt sich demonstrativ gelassen. IT-Direktor Peder Sjölander sagte: „Wir nehmen alle Vorfälle ernst, sehen aber derzeit nichts, was uns betrifft.“ CGI bestätigte später, Angreifer hätten auf eine „begrenzte Anzahl“ interner Testserver zugegriffen, die mit einem Dienst für eine „begrenzte Anzahl“ von Kunden verbunden gewesen seien. Abgegriffen worden sei eine ältere Quellcode-Version; Produktionsumgebungen und Betriebsdaten seien nicht betroffen.
Der Vorfall reiht sich in eine ganze Serie von vermutlich russischen Cyberangriffen auf Schweden ein. Bereits im vergangenen Jahr legte ein massiver DDoS-Angriff BankID für Stunden lahm, mehr als 8,6 Millionen Nutzer waren betroffen. Eine Datenpanne bei einem IT-Anbieter legte über 100 Millionen private Datensätze offen, ein Ransomware-Angriff traf rund 200 Gemeinden, und der nationale Stromnetzbetreiber meldete einen Datenverstoß. (mü)
Flagge Schweden Bildquelle: wikimedia/Hofres/CC BY 3.0
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