Berlin/Hannover. Im November 2015, auf dem Höhepunkt der von der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merz verschuldeten „Flüchtlings“krise, machte die Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt mit ihrer Bemerkung Schlagzeilen: „Unser Land wird sich ändern, und zwar drastisch. Und ich freue mich darauf!“ Zehn Jahre später ist die Veränderung im Stadtbild angekommen – so sehr, daß sich sogar Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) darüber mokierte. Und es geht längst nicht mehr „nur“ um die tägliche Messergewalt, um die erheblichen Ausländeranteile in den Kriminalitätsstatistiken der Polizei. Auch althergebrachtes Kulturgut gerät unter die Räder: immer mehr Dorffeste, öffentliche Veranstaltungen und selbst Weihnachtsmärkte werden abgesagt, weil die Veranstalter die explodierenden Sicherheitskosten nicht mehr stemmen können.
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Im November 2025 gab es den ersten Paukenschlag: der Weihnachtsmarkt im nordrhein-westfälischen Overath fiel aus – wegen zu teurer Sicherheitsauflagen. Fahrzeugsperren, Betonpoller, geschultes Personal – alles das kostet viel Geld.
Selbst ein etabliertes Großevent wie die „PS Days“ in Hannover, das Tuning-Spektakel der Deutschen Messe AG, ist betroffen. Seit 2022 ein Magnet für Zehntausende Motorsportfans, stand der Termin für 2026 längst fest. Doch Projektleiter Guido Mack erklärte: die Kosten für die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen seien in den vergangenen Jahren so stark gestiegen, daß sich die „PS Days“ wirtschaftlich nicht mehr realisieren ließen.
Ähnlich ergeht es dem Gourmet-Festival „Bochum kulinarisch“, geplant für August 2026. In der Absage nennen die Veranstalter neben gestiegenen Personal- und Energiepreisen ausdrücklich die prekäre Sicherheitssituation als ausschlaggebend.
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Auch Hamburg erlebt eine bittere Pille: das Public Viewing zur Fußball-WM 2026 auf dem Heiligengeistfeld wird nicht stattfinden. Die Hansestadt stellte klar, daß sie keine zusätzlichen Mittel für Polizei und Absperrungen bereitstellen wird – die gesamte Last bliebe am Organisator hängen. Der hofft nun auf eine kleinere Lösung.
Dramatisch ist die Lage beim Berliner Karneval der Kulturen. Dem Veranstalter fehlen rund 250 000 Euro, die Mehrkosten für Sicherheit, Produktion und Logistik stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 200 000 Euro. Der Senat kann nicht aushelfen. Ob der „KdK“ stattfindet, ist unklar.
Das sind nur die prominentesten Ausfälle. Zahllose kleinere Veranstaltungen in der ländlichen Provinz, die ebenfalls betroffen sind, schaffen es nicht in die überregionalen Schlagzeilen. Deutschland wird ärmer – an Brauchtum, Tradition, Anlässen zu unbeschwerter Geselligkeit. Die Frage, ob es das wert war, erübrigt sich inzwischen. Die jahrelange Massenzuwanderung hat das Land in der Tat „drastisch“ verändert – aber nicht zum Guten. (rk)
Image by Michal Renčo from Pixabay
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