Jobkollaps in der Autobranche: 50.000 Stellen bei VW fallen

26. März 2026
Jobkollaps in der Autobranche: 50.000 Stellen bei VW fallen
Wirtschaft
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Foto: Symbolbild

Berlin. Die Krise der deutschen Automobilindustrie nimmt dramatische Züge an – und in dieser Prognose sind die Folgen des derzeitigen Krieges im Persischen Golf noch gar nicht „eingepreist“. Die Geschäftszahlen für 2025 lassen wenig Spielraum für Interpretationen: beim Branchenriesen Volkswagen halbierte sich der Gewinn im Vergleich zu 2024. Mercedes-Benz verbuchte 57 Prozent weniger, bei Porsche brach der Gewinn um sage und schreibe 98 Prozent ein. Die Hersteller reagieren mit massiven Sparprogrammen.

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Volkswagen zieht am stärksten die Daumenschrauben an. Konzernchef Oliver Blume kündigte in einem Brief an die Aktionäre an, bis 2030 insgesamt 50.000 Jobs in Deutschland zu streichen – eine massive Ausweitung der ursprünglichen Pläne, die noch von 35.000 Stellen ausgingen. „Wir werden jeden Stein umdrehen“, so Blume. Allein bei der Kernmarke VW sollen die meisten Stellen wegfallen, bei Audi 7.500, bei Porsche 3.900.

Mercedes-Benz setzt im Rahmen des Sparprogramms „Next Level Performance“ auf Abfindungen und natürliche Fluktuation. Bis 2027 könnten rund 20.000 Stellen in Deutschland entfallen. Bereits bis Oktober 2025 sollen 4.000 Beschäftigte das Unternehmen über Abfindungen verlassen haben.

Auch die Zulieferer sind tief in der Krise. Continental will bis Ende 2026 weltweit 3.000 Stellen in Forschung und Entwicklung abbauen, davon 1.450 in Deutschland. ZF Friedrichshafen plant bis 2028 bis zu 14.000 Jobs in Deutschland zu streichen. Bosch kürzt rund 13.000 Stellen in den nächsten Jahren, vor allem in der Mobility-Sparte.

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Das Statistische Bundesamt meldet für das dritte Quartal 2025 insgesamt 721.400 Beschäftigte in der deutschen Automobilindustrie – so wenige wie zuletzt 2011. Binnen eines Jahres gingen demnach 48.000 Arbeitsplätze verloren. Besonders hart traf es die Zulieferer mit einem Rückgang von 11,1 Prozent.

Eine Studie des IW Consult im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums prognostiziert bis 2030 weitere 98.000 Stellen weniger. Angesichts der bereits jetzt angekündigten Sparpläne dürfte die tatsächliche Zahl jenseits der 100.000 liegen, möglicherweise sogar in Richtung 150.000 oder 200.000 gehen. Mit Blick auf solche Zahlen beginnen sich die Experten allmählich zu fragen, was von der deutschen Autoindustrie noch übrigbleiben wird, sollte die aktuelle Krise irgendwann beigelegt werden. (se)

Bildquelle: Pixabay

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