Washington. US-Präsident Donald Trump hat sich verkalkuliert: der völkerrechtswidrige Angriff auf den Iran hat nicht dazu geführt, daß das Land zusammengebrochen ist, die Gegenwehr scheint vielmehr ungebrochen. Längst stellen deshalb hinter den Kulissen Experten und Militärs die bange Frage: wie lange können Israel und die USA den Druck noch aufrechterhalten? Wann geht die Munition aus?
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Der Krieg verschlingt Milliarden. Allein in den ersten beiden Kriegstagen beliefen sich die Kosten auf bis zu fünf Milliarden Dollar, in den ersten sechs Tagen auf mehr als elf Milliarden – der Löwenanteil entfiel auf Munition.
Das Pentagon will nun einen Nachtragshaushalt von bis zu 50 Milliarden Dollar beantragen. Im Kongress zeichnet sich jedoch Widerstand ab. Mehrere Abgeordnete signalisierten bereits, kein weiteres Geld bewilligen zu wollen.
Besonders der Verbrauch von „Tomahawk“-Marschflugkörpern bereitet den Militärplanern Kopfzerbrechen. Laut „Financial Times“ haben die USA „Jahre“ an kritischer Munition aufgebraucht. Ein mit dem Einsatz vertrauter Gewährsmann sprach von einer „massiven Ausgabe von Tomahawks“. Pro Stück kostet die Rakete bis zu 3,6 Millionen Dollar. In den vergangenen fünf Jahren hatte das US-Militär lediglich 322 Exemplare beschafft. In den ersten 100 Kriegsstunden setzte es davon schätzungsweise 168 ein. „Es wird Jahre dauern, sie zu ersetzen“, räumt eine Quelle der „Financial Times“ ein.
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Der demokratische Senator Mark Kelly warnte: „Die Salven, die wir abfeuern – „Patriot“-Raketen, THAAD-Raketen (…) jede Runde kostet Millionen von Dollar.“ Der Iran hingegen feuere „billige Drohnen“ ab, die er für jeweils 30.000 Dollar herstellen könne. „Die Rechnung geht nicht auf“, so Kelly.
Die Regierung Trump zeigt sich davon unbeeindruckt. Sprecherin Karoline Leavitt erklärte, die USA verfügten über „mehr als genug Kapazitäten, um nicht nur die Mission ‚Epic Fury‘ erfolgreich durchzuführen, sondern weit darüber hinauszugehen.“ Trump kündigte an, Rüstungsunternehmen hätten zugestimmt, die Produktion hochwertiger Waffen deutlich zu steigern.
Auch die iranischen Bestände sind geheim. Vor Kriegsbeginn verfügte die Führung in Teheran einer US-Denkfabrik zufolge über rund 2000 ballistische Mittelstreckenraketen und bis zu 8000 Kurzstreckenraketen. Der israelische Experte Danny Citrinowicz vom Institut für Nationale Sicherheitsstudien hält die Frage, wem zuerst die Munition ausgeht, für die „Schlüsselfrage“ des Konflikts. Er vermutet, der Iran spare Raketen für eine „zweite Phase“ – möglicherweise gemeinsam mit der Hisbollah und den Huthi, um Israels Abwehrsysteme zu überlasten – was sie freilich schon jetzt sind. Für Israel seien die Abschußrampen entscheidend: „Es ist klar, daß sie in dem Bereich erheblichen Schaden erlitten haben. Ich glaube aber nicht, daß wir die Zahl bis auf null reduzieren können.“ (mü)
Bildquelle: US Army/Gemeinfrei
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