Berlin. Eine 16jährige Besucherin eines Berliner Jugendzentrums soll Ende November vergangenen Jahres im Garten der Einrichtung vergewaltigt worden sein. Aber: die daraus resultierenden Vorwürfe gegen einen 17jährigen Jugendlichen und mutmaßliche Mittäter wurden monatelang nicht zur Anzeige gebracht. Jetzt geraten das Jugendamt und die Verantwortlichen der Einrichtung unter massiven Druck.
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Das Mädchen offenbarte sich noch in der Tatnacht Mitarbeiterinnen eines benachbarten Mädchenzentrums. Doch erst Ende Januar, zwei Monate später, wurde die Leitung des Jugendzentrums offiziell informiert. Tags darauf erfuhren die Sozialraumkoordinatorin, am 29. Januar schließlich die Jugendamtsleitung und die Kinderschutzkoordinatorin von dem Vorfall. Am 11. Februar riet das Mädchenzentrum dem Jugendamt, Anzeige gegen unbekannt zu erstatten. Das Mädchen selbst sei dazu nicht bereit gewesen. Die Behörde verzichtete mit Verweis auf die mögliche Belastung des Opfers auf eine Anzeige.
Erst als die zuständige Bezirksstadträtin Sarah Nagel (Linke) am 2. März von der Jugendamtsleitung unterrichtet wurde, erstattete sie selbst Strafanzeige. Der Polizei war der Fall da bereits seit drei Tagen bekannt, nachdem eine Anzeige von anderer Seite eingegangen war. Nagel betonte, es sei ein Fehler gewesen, keine Anzeige erstattet zu haben. Zugleich versicherte sie: „Es gab keinerlei Versuch, die Vorwürfe zu vertuschen.“ Der Hintergrund der Täter habe keine Rolle gespielt.
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Interne Unterlagen lassen aber anderes erkennen. Die Dokumente belegen einen nachlässigen Umgang mit Alarmsignalen. Demnach war das Jugendzentrum offenbar über Monate hinweg ein Ort, an dem sich Mädchen systematischen Übergriffen ausgesetzt sahen. Mehrere berichten von Belästigungen, Nötigungen und Bedrohungen durch männliche Besucher – teils vor den Augen der Mitarbeiter. Ein Mädchen sei von einer Gruppe Jungen in einen Raum getragen und auf eine Couch geworfen worden, während ein weiterer Junge Schmiere stand. Als eine Mitarbeiterin einschritt, schickte sie die Täter weg und bot dem Mädchen eine Fahrgelegenheit durch ihren Ehemann an. Als das Mädchen ablehnte, bat die Mitarbeiterin einen der mutmaßlichen Belästiger, das Mädchen nach Hause zu fahren.
Mitarbeiter berichten, Mädchen hätten sogenannte „Safe Words“ nutzen müssen, um auf bedrängende Situationen aufmerksam zu machen. Ein Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt existiert in dem Jugendzentrum bis heute nicht. In einem Gespräch mit der Sozialraumkoordinatorin im Januar erklärte eine Mitarbeiterin, Intimitäten in den Räumen – auch zwischen Mädchen und mehreren Jungen – seien zulässig gewesen.
Die Täter sollen über Videoaufnahmen der Vergewaltigung verfügen und das Mädchen damit unter Druck setzen. Auch ihre 14jährige Schwester wird bedroht. Der Täterkreis ist polizeibekannt. Im Sommer habe es bereits problematische Vorfälle gegeben. Das Opfer erlitt bei der Flucht einen Knöchelbruch, seine Kleidung war blutverschmiert.
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Die CDU hat eine Sondersitzung des Jugendhilfeausschusses beantragt. Bildungssenatorin Günther-Wünsch (CDU) mahnte Konsequenzen an. Deutlicher wurde der Vorsitzende der Kurdischen Gemeinde, Ali Ertan Toprak. Er warnte, dies sei nur die Spitze des Eisbergs. „Wenn Mitarbeiter in Jugendeinrichtungen aus ideologischen Motiven Täter schützen und Opfer alleinlassen, muß das einen Aufschrei auslösen“, so Toprak. Es brauche eine Politik, die entschlossen handle und wirksame Konsequenzen ziehe.
Doch damit ist im roten Berlin nicht zu rechnen. Der Fall erinnert fatal an die pakistanischen „grooming gangs“, die in den frühen 2000er-Jahren in mehreren britischen Städten über Jahre hinweg organisierten Kindesmißbrauch betrieben, während die Behörden systematisch wegschauten – aus Angst vor „Rassismus“-Vorwürfen. Das politische Umfeld, das solche Verbrechen möglich macht, ist in Berlin ähnlich. Der Verdacht systematischer Vertuschung steht im Raum – und der Fall der 16jährigen, der jetzt in die Schlagzeilen geriet, ist höchstwahrscheinlich nur die Spitze des Eisbergs. (rk)
Bild: Pixabay/gemeinfrei
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