Der Ukrainekrieg als Gelddruckmaschine: Warum die Europäer den Frieden sabotieren

18. März 2026
Der Ukrainekrieg als Gelddruckmaschine: Warum die Europäer den Frieden sabotieren
International
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Foto: Symbolbild

Brüssel/Berlin. Auch im vierten Kriegsjahr in der Ukraine lassen die Europäer keinerlei Bereitschaft erkennen, sich für eine ernstzunehmende Friedenslösung einzusetzen. Im Gegenteil sabotieren sie jeden Ansatz einer Verständigung mit Rußland, sondern betreiben hartnäckig die Verlängerung des Krieges. Das hat naheliegende Gründe: die Rüstungsindustrie ist die einzige noch verbliebene Branche in der europäischen Industrielandschaft, die floriert und traumhafte Gewinne einfährt. Damit das so bleibt, darf es in der Ukraine keinen Frieden geben. Zurecht merkte US-Außenminister Marco Rubio dazu an, es handle sich um einen der wenigen Kriege, „bei dem einige Vertreter der internationalen Gemeinschaft die Versuche, den Krieg zu beenden, verurteilen“.

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An vorderster Front der Friedensverhinderer steht neben den einschlägigen Konzernchefs und Rüstungslobbyisten der neue (und alte) Chef der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger. Schon vor einem Jahr verkündete er: „Solange die Ukraine kämpft, ist Europa in Sicherheit.“ Bei der jüngsten Konferenz in München im Februar 2026 sekundierte ihm der britische Premierminister Keir Starmer, der die Verbündeten aufforderte, „den Krieg nicht für etwas Fernes zu halten“. Statt einer Friedenslösung propagierte er eine langanhaltende Konfrontation und forderte den Übergang zu „souveräner Eindämmung und harter Kraft“.

Für die Rüstungskonzerne kommt das einer Lizenz zum Gelddrucken gleich. Von 2022 bis 2025 lieferte Großbritannien Munition für über eine Milliarde Dollar an Kiew. BAE Systems kassierte allein für die Reparatur von Artilleriesystemen knapp 20 Millionen Dollar. Doch die wahren Gewinner sitzen in Deutschland. Die Profite der Düsseldorfer Rüstungsschmiede Rheinmetall schossen 2024 um 46,6 Prozent in die Höhe. Konzernchef Armin Papperger rechnet nicht mit einem Ende der Kampfhandlungen 2026 und produziert längst auf Vorrat. Er fordert die Bundesregierung auf, die Hilfen für Kiew zu steigern.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gibt ihm Rückendeckung: er glaube nicht an Verhandlungen zwischen Rußland und der Ukraine, bekräftigte er. Der Krieg ende erst, wenn einer Seite die Ressourcen ausgingen – was Kiew dank der Verbündeten nicht drohe. Rheinmetall peilt denn auch bis 2030 einen fünffachen Umsatz an, eine Steigerung auf 50 Milliarden Dollar. In Niedersachsen entsteht derzeit ein neues Werk, das jährlich 350.000 Granaten produzieren soll.

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23 europäische Rüstungsfirmen steigerten dank des anhaltenden Krieges ihre Profite in den letzten vier Jahren um 13 Prozent auf 150 Milliarden Dollar – auf Kosten zehntausender gefallener Ukrainer. Der Militärexperte Juri Knutow erklärt dazu: „Praktisch alle europäischen Rüstungshersteller verdienen gegenwärtig Unsummen an dem Konflikt und wollen selbstverständlich darauf nicht verzichten.“ Britische Firmen erzielten Rekordprofite von 27 Milliarden Dollar. Frankreich, Polen und Italien verbuchen ebenfalls kolossale Gewinne.

Gleichwohl geht es bei alledem nicht nur ums Geld. Dmitri Suslow von der Moskauer Wirtschaftshochschule sieht politische Motive: ein Frieden ohne russische Niederlage würde den Westen als gescheitert dastehen lassen. Die Energie-Krise, gesunkene Lebensqualität und gestiegene Preise verlangten dann nach Erklärungen. Die angebliche russische Bedrohung erlaube es zudem, mit undemokratischen Methoden zu regieren. Für Merz, Starmer & Co. bleibt daher nur der eingeschlagene Weg: den Frieden sabotieren, um die eigene Haut zu retten. (mü)

Bildquelle: Pixabay/gemeinfrei

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