Starnberg. Mit Jürgen Habermas, der am Samstag 96jährig in Starnberg verstarb, verliert Deutschland einen seiner folgenschwersten Nachkriegsdenker. Kaum ein Intellektueller hat das Selbstverständnis der jungen Bundesrepublik tiefer geprägt. Der gebürtige Düsseldorfer promovierte 1954 bei dem früheren NS-Aktivisten Erich Rothacker, ehe Theodor Adorno ihn als Assistenten nach Frankfurt holte. Dort verwandelte Habermas die sogenannte Kritische Theorie in eine verquaste Kommunikationslehre. Er machte mit ihr den Marxismus für die neue Nachkriegs-Linke operabel, indem er ihn mit zeitgenössischen amerikanischen Ansätzen anreicherte. Habermas wurde so zum wichtigen Brückenbauer des geistigen Anschlusses an Amerika.
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Sein zweibändiges Hauptwerk von 1981 verspricht „Emanzipation durch Diskurs“. In Wirklichkeit erfand Habermas damit ein Herrschaftsinstrument: wer sich seinen Regeln nicht beugt, darf am „Diskurs“ gar nicht erst teilnehmen. Generationen von Studentenbewegten lernten im Gefolge Habermas´, das Reden über das Handeln zu stellen – und wurden zu sozialdemokratischen Apparatschiks, Gewerkschaftsfunktionären und Seminar-Marxisten, die die Institutionen des Landes in Jahrzehnten erfolgreich unterwanderten.
Habermas‘ Philosophie blieb stets eine Kopfgeburt. Seine verschachtelte Begriffshuberei ersetzte an den deutschen Nachkriegs-Universitäten Universitäten den Kanon aller bisherigen Philosophie von Platon bis Heidegger. Der Gedanke an ein berühmtes Konfuzius-Wort liegt nahe: „Wenn die Begriffe nicht richtig sind, so stimmen die Worte nicht; stimmen die Worte nicht, so kommen die Werke nicht zustande.“ Hier hat Habermas seinen Platz – als Zerstörer des Denkens, als Verwirrer der Geister.
Im Historikerstreit der achtziger Jahre maßte er sich an, das Sagbare zu definieren. Jeden Blick auf die deutsche Geschichte jenseits der Schuld ächtete er als „apologetisch“. Er erfand den „Verfassungspatriotismus“ – eine beliebte Worthülse linker Deutschland-Abschaffer bis auf den heutigen Tag.
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Habermas´ Bilanz ist verheerend: er hat Generationen von Akademikern darin geschult, Konflikte in Diskurse zu verwandeln – und gleichzeitig das Denken flächendeckend vernebelt. Mit seinem Tod hinterläßt der erfolgreichste Geistesverwirrer der Deutschen ein Vakuum, das niemand füllen will.
Auch der Bestsellerautor Markus Krall widmete Habermas einen kurzen Nachruf, der seine zentrale „Leistungen“ Revue passieren läßt. Krall: „Wenige haben mit Worten mehr Zerstörung der westlichen Zivilisation verursacht als er und seine Kollegen der Frankfurter Schule. Übertroffen wurde diese Begabung nur noch von der Verquastheit seiner Sprache, mit der er seinen erbärmlichen inhaltlichen Nihilismus intellektuell zu verbrämen wußte. Ein über unendliche Seiten erbrochener Strom selbstreferentieller kulturmarxistischer Plattitüden, angereichert durch die Exkulpation leninistischer, maoistischer und stalinistischer Irrtümer und Verbrechen. Wenn die Sprache unser Denken prägt und bestimmt, dann ist das von ihm praktizierte Durcheinanderwerfen der Dinge (griechisch διαβάλλειν) der Schlüssel für die Welt, in der er leben wollte. Die grausamen Folgen seiner fälschlich als Philosophie bezeichneten Feindschaft zur abendländisch-christlichen Zivilisation hat er zeitlebens ignoriert oder begrüßt. Vielleicht hat er ja jetzt nochmal die Wahl.“ (rk)
Image by Carolyn Booth from Pixabay/Gemeinfrei
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