„Expertin“ ruft nach Zensur: „Je unregulierter die Plattformen, desto rechter werden sie“

12. März 2026
„Expertin“ ruft nach Zensur: „Je unregulierter die Plattformen, desto rechter werden sie“
Kultur & Gesellschaft
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Foto: Symbolbild

Berlin. Die Debatte um die Social-Media-Nutzung Jugendlicher geht in die nächste Runde. Eine Berliner „Rechtsextremismus-Forscherin“ liefert nun ein gewichtiges Argument für schärfere Regeln: ohne strenge Regulierung tendierten die Netzwerke strukturell nach rechts.

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Annett Heft leitet die Forschungsgruppe „Dynamiken der digitalen Mobilisierung“ am Berliner Weizenbaum-Institut. Im Gespräch mit der „Zeit“ schildert sie, wie Jugendliche mit „extremistischer Ideologie“ in Berührung kommen: „Los geht es auf großen Plattformen wie TikTok oder Instagram. Extremistische Influencer zeigen sich da sympathisch, nahbar, verschleiern ihre harte Agenda und erwecken den Eindruck, daß ihre Meinungen Teil des Mainstreams sind.“ Die Botschaften träfen auf gesellschaftlich breitgelagerte Themen: „Migration und Geschlecht sind gesamtgesellschaftlich diskutierte Themen, in deren Kontext sich leicht ideologisch harte Inhalte plazieren lassen.“

Der Einstieg erfolge oft über scheinbar unverfängliche Inhalte aus Mode, Fitness oder Lifestyle. Wer darauf reagiere, dem öffneten sich weitere Kanäle. „Dann bekommt man Zugänge, die in die dunkleren Ecken des Internets weiterführen“, so Heft. Am Ende landeten Nutzer auf Discord-Servern oder Chan-Plattformen, wo offener Antisemitismus, Rassismus und Verschwörungsideologien an der Tagesordnung seien.

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Es gehe nicht an, die Verantwortung allein den Nutzern zu überlassen. Heft fordert strukturelle Eingriffe in die Plattformen. Besonders kritisch sieht sie die Empfehlungsalgorithmen: „Es ist ja kein Geheimnis, daß auf Social Media polarisierendes und hochemotionales Material am besten funktioniert.“ Rechte Akteure hätten hier Vorteile, „weil ihr ideologischer Kern Ungleichheitsvorstellungen und daraus begründete Ausschlußmechanismen sind, kann sie unumwunden auf Polarisierung setzen – wir gegen sie.“

Besonders bestürzend findet die „Expertin“, daß sich Populismus politisch wie wirtschaftlich auszahle. Medienbildung allein könne das Problem nicht lösen, warnt sie. Es brauche vielmehr „strukturelle Eingriffe“  in Plattformen und Algorithmen, zu deutsch: wieder einmal Zensur, Bevormundung, Gängelung. (rk)

Bild: Pixabay/gemeinfrei

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