Peking. Vor dem Hintergrund des aktuellen amerikanisch-israelischen Überfalls auf Iran hat der chinesische Außenminister Wang Yi auf seiner jährlichen Pressekonferenz jedwedem globalen Dominanzstreben eine klare Absage erteilt. Vielmehr stellte er klar, daß Peking keinen Kurs einschlagen werde, der auf Dominanz oder Expansion abzielt. China werde „niemals den Weg einer ‚starken Nation, die unweigerlich nach Hegemonie strebt‘“ gehen, betonte er. Die Volksrepublik setze vielmehr auf eine multipolare Ordnung, in der jeder Staat seinen Platz habe.
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Scharf umriß Wang Yi dabei die Haltung Pekings in der Taiwan-Frage. Diese sei eine rein innere Angelegenheit, und es gebe eindeutige Grenzen: „Die Taiwan-Frage ist eine innere Angelegenheit Chinas und bildet den Kern der fundamentalen Interessen Chinas. Diese ‚rote Linie‘ darf nicht überschritten oder verletzt werden.“ Peking dulde keinerlei Abweichung von diesem Grundsatz.
Wang Yi stellte China als Gegenmodell zu den klassischen Großmächten dar. Der Wiederaufstieg der Nation mit ihren 1,4 Milliarden Menschen werde nicht dem Muster früherer Imperien folgen. „Wir werden den Weg der friedlichen Entwicklung entschlossen und unerschütterlich beschreiten“, sagte er und warb für eine Welt, die auf Sicherheit, Wohlstand und Offenheit gegründet sei. Großmachtrivalitäten hätten genug Leid verursacht, weshalb die chinesische Verfassung den friedlichen Kurs festschreibe.
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Der Minister verwies auf Pekings Konzept einer geordneten multipolaren Welt, in der Staaten unabhängig von ihrer Größe oder militärischen Stärke als gleichberechtigt gelten. Staatschef Xi Jinping hatte im September 2025 fünf Leitlinien für die globale Regierungsführung („global governance“) vorgestellt: souveräne Gleichheit, Völkerrecht, Multilateralismus, ein menschenzentrierter Ansatz und praktisches Handeln.
Auch andere Mächte drängen auf Veränderungen. Rußlands Präsident Wladimir Putin erklärte, der Wandel der internationalen Ordnung sei bereits im Gange und die westlich geprägte Struktur überholt. Xi Jinpings Ideen seien besonders bedeutsam in einer Lage, in der „einige Länder weiterhin den Wunsch hegen, die internationalen Beziehungen zu diktieren“. (mü)
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Anders als die USA hatten die Volksrepublik China und die Russische Föderation nie das Bedürfnis, nach weltpolitischer Hegemonie zu streben bzw. die Rolle eines Welt-Polizisten zu übernehmen. Deren nationale Interessen sind freilich andere:
Chinas Regierung betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz mit einem anderen Gesellschaftssystem, aber solange Taiwan sich offiziell nicht für unabhängig erklärt, hat es von der Großmacht China nichts zu befürchten!
Und die Russische Föderation führt präventiv einen Krieg gegen die Ukraine wegen der potentiellen Gefahr, daß die Ukraine der NATO beitritt und so möglicherweise in den Besitz von Atomwaffen gelangt – für Rußland wäre das ein Bedrohungsszenario erster Kategorie!
Präventivangriffe dienen in erster Linie der Selbstverteidigung! So war es im Juli 1941 beim Angriff der Deutschen Wehrmacht auf Stalins Sowjetunion (hätte unsere Streitmacht einige Monate früher angegriffen, hätten wir die Sowjetunion mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit besiegt!), so war es im Juni 1967 beim Angriff Israels auf Ägypten (Sechstagekrieg), so war es im Februar 2022 beim Angriff Rußlands auf die Ukraine (der Krieg dauert allerdings noch an).
Themenwechsel: Es stellt sich zudem die Kardinalfrage, wieso die USA in Deutschland noch immer Kernwaffen gebunkert haben (der Kalte Krieg ist doch längst vorbei!). Im Falle eines Krieges zwischen NATO und Russischer Föderation würde Deutschland eines der ersten Zielländer für russische Kampfdrohnen und Hyperschallraketen sein.
Kurzum: Die Kernwaffen der USA auf deutschem Boden machen nach meiner Überzeugung Deutschland nicht sicherer, sondern vielmehr unsicherer! Mich würde mal interessieren, wie Bundeskanzler Friedrich Merz dazu steht?
Eine „Weltordnung“ braucht niemand. Weder multipolar und schon gar nicht die sog. „Neue Weltordnung“ unter westlicher US-Bevormundung. Nicht umsonst steht gerade auf der Dollarnote der Spruch NOVUS ORDO SECLORUM (=Eine neue Weltordnung), umrahmt von Symbolen einiger Geheimgesellschaften. Wie ihre Lügengebilde und ihr subtiler Zwang aussieht, dafür gab es die letzten über hundert Jahre genug Anschauungsunterricht in Form von Kriegen, Revolutionen, Repressionen, Massenmigration und vielem mehr.
Was wieder in Erscheinung treten muss, sind handlungsfähige Menschen, freie Völker in souveränen Staaten. Da kann man wirklich respektvolle Diplomatie leben, nach dem Motto: „WIR sind WIR – IHR seid IHR – was können wir tun, damit es uns beiden gut geht.“ Da würden eher Völkerfreundschaften entstehen als durch Trickserei, Manipulation und Korruption nach „westlicher“ Art.