Berlin. Geografie ist Schicksal, heißt es. Doch Demografie ist es auch. Die Zusammensetzung einer Bevölkerung bestimmt das wirtschaftliche Potential, sie begründet Konflikte und treibt den gesellschaftlichen Wandel an. Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung zählen zu den verläßlichsten Zukunftsaussagen überhaupt: Die Mütter von morgen sind heute schon geboren, Geburtenraten und Lebenserwartung ändern sich nicht sprunghaft.
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Manche sprechen vom „Großen Austausch“. Auch wer diesen Begriff nicht mag, muß anerkennen: der Anpassungsdruck an eine sich rasch und drastisch wandelnde Realität war selten so hoch wie heute. Transport- und Kommunikationssysteme umspannen den Planeten, Not und Mut lösen Wanderungsbewegungen aus. Migration läßt sich – in eingeschränktem Maße – steuern, wie es etwa der Europäische Migrationspakt vorsieht. Unterbinden läßt sie sich praktisch nie.
Die deutsche Gesellschaft verändert sich vor unseren Augen. Die vom Kanzler losgetretene „Stadtbild“-Debatte hat einen legitimen Kern: wer ist in der Öffentlichkeit präsent? Wer dominiert? Migration bringt Verlusterfahrungen mit sich, für Zuwanderer ebenso wie für Einheimische. In einer jahrhundertelang homogenen Gesellschaft wie Deutschland schafft der Wandel zur Heterogenität kollektiven Streß.
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Bis zur Jahrhundertmitte werden 17 bis 20 Millionen Deutsche ohne Migrationshintergrund sterben – fast die gesamte sogenannte „Boomer“-Generation. Gleichzeitig bringen die Deutschen ohne Migrationshintergrund bei einer Geburtenrate von 1,3 nur noch sechs bis sieben Millionen Kinder zur Welt. Der biodeutsche Bevölkerungsanteil sinkt damit um mindestens zehn Millionen. Dagegen wird bei der Bevölkerung mit Migrationshintergrund der höhere Anteil gebärfähiger Frauen zu etwa sieben Millionen Geburten führen. Rechnet man die höhere Geburtenrate von 1,8 und eine Zuwanderung von jährlich bis zu 400.000 Menschen hinzu, sind es bis zu neun Millionen.
Schon heute haben vierzig Prozent der Neugeborenen in Deutschland einen Migrationshintergrund, manche Quellen sprechen von der Hälfte. Spätestens nach 2030 ist der 50:50-Gleichstand erreicht. Bei der Gesamtbevölkerung folgt er nach 2050. In Berlin und den westdeutschen Ballungszentren früher, im ländlichen Mitteldeutschland bleibt der Anteil der Menschen ohne Migrationshintergrund noch lange über achtzig Prozent. Die Gesellschaft entwickelt sich räumlich, vor allem aber qualitativ auseinander. Die vom Grundgesetz vorgesehene Herstellung einheitlicher Lebensverhältnisse im ganzen Land wird dann schon rein biologisch zur Illusion.
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Bei Fortschreibung der derzeit zu beobachtenden Trends macht die indigene deutsche Bevölkerung im Jahr 2100 nur noch 25 bis 35 Prozent aus. Das Gros der heute Geborenen wird diese Jahresmarke noch erleben. Dennoch werden die Auswirkungen kaum thematisiert. Eine Debatte findet nur auf der rechten Seite des politischen Spektrums statt, wo berechtigte Vorbehalte gegen Überfremdung und Vermischung artikuliert werden. Die Linke gibt sich optimistisch bis naiv: TikTok-Videos beschwören eine vielfältig-heile Welt; wer Bedenken hat, ist „Nazi“.
Dazwischen drückt sich die politische Mitte um die Demografiekrise herum wie die Katze um den heißen Brei. Dabei hat das Land nur noch eine Generation Zeit, um sich auf die neuen Verhältnisse und einen Modus vivendi für das künftige Miteinander einzustellen. Der Blick nach Frankreich kann dabei lehrreich sein. (rk)
Bild: Pixabay/gemeinfrei
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