Wirtschaftsweise warnt: Deutschland droht der nächste Energieschock

8. März 2026
Wirtschaftsweise warnt: Deutschland droht der nächste Energieschock
Wirtschaft
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Foto: Symbolbild

Berlin. Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm hat vor neuen Energie-Engpässen gewarnt „Ein erneuter Energieschock würde eine Wirtschaft belasten, die sich noch immer von den vergangenen Preissprüngen erholt“, sagte Grimm dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. Hintergrund ist die Eskalation im Nahen Osten.

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Analysten hielten einen Ölpreis von über 100 Dollar für möglich, falls die Straße von Hormus faktisch gesperrt bleibe. Durch die Meerenge zwischen Oman und Iran verlaufen rund ein Fünftel der weltweiten Öltransporte. Die Gaspreise sind zuletzt auf über 40 Euro gestiegen. Falls die LNG-Produktion in Katar nicht bald wieder anläuft, drohen weitere Anstiege.

Deutschland treffe dies in einer ohnehin fragilen Lage, erklärte die Ökonomin vom Sachverständigenrat. Besonders betroffen wären energieintensive Branchen wie Chemie, Stahl, Glas oder Papier. „Für Europa bedeutet das: steigende Energiekosten, wachsende Inflationsrisiken und zusätzliche Investitionsunsicherheit“, sagte Grimm. Sie forderte, die Energieversorgung widerstandsfähiger zu machen – durch diversifizierte Lieferketten, volle Speicher, koordinierte Beschaffung und den Ausbau eigener Kapazitäten. „Wir müssen uns auf eine längere Phase erhöhter Unsicherheit einstellen.“

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Aber das ist nichts Neues – schließlich hat die Bundesregierung Deutschland schon 2022 vorsätzlich von den zuverlässigen und preisgünstigen Energielieferungen aus Rußland abgekoppelt, ohne seither adäquaten Ersatz sicherzustellen.

Jetzt ist die Situation doppelt riskant. Nach dem Wegfall der russischen Gaslieferungen haben viele Länder ihre Versorgung zwar diversifiziert und setzen unter anderem auf Flüssiggas aus den USA und Katar. Daß auch diese Quellen bedroht sein könnten, konnte sich bis vor kurzem niemand vorstellen. Jetzt ist es zu spät für neue Krisenmaßnahmen. Ein neuer Preisschub mit Folgen für Industrie und Verbraucher droht. (st)

Bildquelle: Wikimedia/Jan Arrhénborg/AGA/CC BY-SA 3.0

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