Washington/Teheran. Auch in deutschen Städten gehen in diesen Tagen Exil-Iraner auf die Straße, um für ein Ende der Mullah-Herrschaft in ihrem Land zu demonstrieren. Den amerikanisch-israelischen Angriff auf ihr Land feiern sie häufig frenetisch.
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Doch jetzt gibt es einen dicken Wermutstropfen: Uncle Sam hat gar nicht die Absicht, ein neues Regime herbeizubomben. Zwar hatte Trump am Samstag in seinem Appell an die Iraner aufgerufen: „Wenn wir fertig sind, übernehmt eure Regierung.“ Doch nun rudern Vertreter seiner Administration zurück: Es gehe nicht in erster Linie um einen Regimewechsel.
Vizepräsident JD Vance präzisierte im Sender „Fox News“, Trumps vorrangiges Ziel sei, daß der Iran niemals in den Besitz einer Atomwaffe gelange. Dafür sei es letztlich nebensächlich, was mit der Führung in Teheran passiere. In einer „perfekten Welt“ würden die USA es zwar begrüßen, wenn jemand im Iran an die Macht käme, der bereit sei, mit den Vereinigten Staaten zusammenzuarbeiten – doch dies sei nicht die Hauptsache.
Ähnlich äußerte sich Außenminister Marco Rubio am Montag. Zwar wünsche man sich eine neue Führung im Iran, entscheidend sei aber, daß, wer auch immer in einem Jahr regiere, nicht über Drohnen und ballistische Raketen verfügen werde.
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Noch deutlicher wurde der republikanische Sprecher des Repräsentantenhauses, Mike Johnson. Nach einem Briefing hochrangiger Regierungsvertreter erklärte er: „Das Ziel war nicht ein Regimewechsel.“ Im Fokus stünden vielmehr die Zerstörung des iranischen Raketenprogramms sowie der iranischen Marine.
Man darf gespannt sein, welche Kriegsziele die US-Regierung in den nächsten Wochen noch verkündet: Freiheit und „Demokratie“, die üblichen Exportschlager der USA seit dem Ersten Weltkrieg, sind offenbar nicht darunter. (mü)
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Hätte der Iran nach der Pfeife der USA getanzt, die unter Zusammenarbeit immer nur ihren wirtschaftlichen und geostrategischen Vorteil vertehen, wäre dieses Land vermutlich nicht mit Krieg überzogen worden. Sondern er müsste nur einschneidende wirtschaftliche Nachteile zugunsten der USA verkraften. So in etwa könnte man das mit beißender Ironie ausdrücken.
Noch interessanter ist die Rolle Israels, bei denen eine Zeitung bereits im Jahr 1984 (!!) behauptete, der Iran hätte den Bau von Atomwaffen geplant. Zu dem Zeitpunkt war der Iran mit dem Krieg gegen seinen Nachbarn Irak beschäftigt. Aber irgendeinen Vorwand brauchte man in den folgenden Jahrzehnten gegen den Iran. Wäre es nicht das „Atomprogramm“ gewesen, hätte man eben einen anderen Vorwand erfunden. Der Krieg gegen die Mullahs war dann ungefähr seit etwa Anfang dieses Jahrhunderts geplant. Und nachdem ein gewisser US-Präsident derzeit unter anderem wegen der Epstein-Akten erpressbar wurde – und nicht nur aus dieser Richtung – durfte er jetzt den starken Mann spielen und Israel bei einem alten Vorhaben unterstützen – mit einem Flächenbrand, den nichts und niemand mehr unter Kontrolle bekommen wird.
Vielleicht ist in Puncto der Kriegsziele zwischen dem Israels und dem der USA zu unterscheiden: Israel könnte ein zerstörter iranische Staat genügen, der sich in Bürgerkriegen selbst zerfleischt, wohingegen die USA einen Sturz der jetzigen Regierung will, um eine ihr genehme einzusetzen, auch wenn das in Afghanistan nicht funktioniert hatte. Außerdem: Eine Opposition, die einen Krieg gegen die eigene Heimat bejubelt, um dann selbst an die Macht „gebombt“zu werden:
Wehe dem Volke, die durch solche regiert wird!