Hamburg. Schon seit längerem stehen Windparks in der Kritik. Man weiß inzwischen, daß sie nicht nur massenhaft Vögel schreddern, sondern auch die natürliche Luftbewegung- und feuchtigkeit in ihrem Einzugsbereich verändern und so zur Austrockung des Bodens führen können.
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Vor diesem Hintergrund ist es keine gute Nachricht, daß die Nordsee zum größten maritimen Windpark der Welt werden soll. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) erklärte beim Nordsee-Gipfel in Hamburg: „Unser Ziel ist es, den größten Energie-Hub der Welt zu entwickeln.“ Die installierte Leistung der Offshore-Windparks soll von derzeit rund 35 Gigawatt bis 2050 auf mehr als 300 GW steigen.
Doch Forscher des Helmholtz-Zentrums Hereon warnen vor erheblichen Nebenwirkungen. Ihre Studie, erschienen im Fachjournal Nature „Communications Earth & Environment“, zeigt: die tausenden Windkraftanlagen beeinflussen Luft- und Meeresströmungen – insbesondere die Gezeiten.
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Die Rotoren entziehen dem Wind Energie und verändern die Oberflächenströmungen. Unter Wasser wirken die Turbinenpfeiler als Hindernisse: Sie bremsen die Gezeitenströmungen, behindern den Sedimenttransport und erzeugen Turbulenzen. Diese Effekte könnten den Sediment-Transport von Sand und Kies auf dem Meeresgrund großräumig verändern und die Durchmischung des Meerwassers beeinträchtigen. Das Helmholtz-Zentrum betont, dies wirke sich auch auf das marine Ökosystem aus.
Zudem führen sogenannte Wake-Effekte – Nachlaufeffekte, bei denen den Rotoren Windenergie entzogen wird – zu Veränderungen in der Durchmischung von Luft und Wärme an der Meeresoberfläche. Langfristig könnte dies in den Windparkgebieten zu einer Erwärmung der Wasseroberfläche um bis zu 0,2 Grad Celsius führen. Eine US-Studie kam unlängst zu ähnlichen Resultaten. Die Folgen für die Umwelt sind bislang nicht absehbar. (rk)
Bildquelle: Pixabay/Al3xanderD
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Diese Untersuchung ist aber schon von 2022.