Berlin. Ein echter Gewinn für Deutschland: mehr als 400 gelernte „Gotteskrieger“ aus Deutschland sind nach absolviertem Kampfeinsatz im Nahen Osten wieder zurück in der Bundesrepublik. Insgesamt sind seit dem Kriegsausbruch in Syrien vor 15 Jahren mindestens 1500 Männer und Frauen aus Deutschland dorthin gereist, um auf verschiedenen Seiten zu kämpfen. Hunderte Islamisten halten sich noch immer in Syrien auf. Die Gewerkschaft der Polizei warnt vor Gefahren durch Rückkehrer, einzelne könnten „auf Rache sinnen“. Der Verfassungsschutz befürchtet, daß Heimkehrer womöglich an Waffen ausgebildet, islamistisch indoktriniert und durch den Krieg traumatisiert worden sind – mit einem Wort: es handelt sich um tickende Zeitbomben.
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Die Zahlen basieren auf Angaben syrischer Kriegsparteien und der Bundesregierung. Sie erfassen deutsche Staatsbürger sowie in Deutschland lebende Ausländer. Die meisten Freiwilligen unterstützten dschihadistische Gruppen, vorrangig die Kopfabschneidermiliz „Islamischer Staat“, die zwischen 2014 und 2019 weite Teile Syriens und des Irak beherrschte und in den von ihr kontrollierten Gebieten ein Terrorregime errichtete.
Nach Informationen des Bundesinnenministeriums sollen mindestens 470 Islamisten nach Deutschland zurückgekehrt sein. Etwa 30 verließen das Land wieder, darunter Abgeschobene. Lediglich deutsche IS-Frauen und ihre Kinder ließ die Bundesregierung aus kurdisch verwalteten Gefangenencamps zurückholen. Insgesamt reisten seit 2011 etwa 1150 deutsche Islamisten und aus Deutschland stammende ausländische Dschihadisten nach Syrien und in den Irak. Ein Viertel von ihnen kam bei Kampfhandlungen um, darunter etwa der Berliner Salafist Denis „Deso Dogg“ Cuspert.
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Nach BMI-Erkenntnissen halten sich 35 Prozent der ausgereisten Islamisten noch im Ausland auf, ein relevanter Teil davon in Syrien. Dutzende von ihnen saßen noch vor Wochen in kurdischen Camps. Eine mittlere dreistellige Zahl von Männern und Frauen reiste aus Deutschland aus, um kurdische Kräfte zu unterstützen. Viele kämpften in der nordsyrischen Autonomieregion, Dutzende starben.
Nach dem Sturz der Assad-Regierung Ende 2024 übernahmen Islamisten unter Ahmed al-Scharaa den Großteil Syriens. Aber auch das gefällt vielen aus Deutschland Ausgereisten offenbar nicht. Komfortabler lebt es sich allemal in der Bundesrepublik. (rk)
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