Genf. Die Nachfolge von WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus, dessen Mandat im August 2027 endet, wirft ihre Schatten voraus. Die offizielle Nominierungsphase beginnt zwar erst im April 2026, doch die Personalgerüchte kochen bereits hoch.
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Der künftige Chef der Weltgesundheitsorganisation erbt ein Haus mit vielen Baustellen. Der Rückzug der USA unter der Trump-Administration riß eine Finanzierungslücke von rund einer Milliarde Dollar für die Jahre 2026 und 2027. Zwar stehen noch US-Beiträge von über 260 Millionen Dollar im Raum, doch ob Washington diese Summe jemals überweist, gilt inzwischen als eher unwahrscheinlich. Intern hat die WHO bereits einen Personalabbau von 25 Prozent verkraften müssen. Infolgedessen sinkt die Moral der Mitarbeiter, zudem machen Vorwürfe wegen mangelnder Transparenz und zahlreicher sexueller Mißbrauchsskandale die Runde.
Gesucht wird deshalb ein erfahrener politischer Strippenzieher, der über technokratische Kompetenz verfügen sollte, Vertrauen zurückgewinnt und vielleicht sogar die USA wieder an Bord holt. Er soll in einer auseinanderdriftenden Welt die ehrgeizige WHO-Agenda umsetzen, Haushalts- und Führungsreformen durchboxen und glaubwürdige Distanz zur aktuellen Führung unter Tedros wahren.
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Deutschland, einer der größten Geldgeber der Vereinten Nationen und der WHO, pocht auf mehr internationale Führungsposten. Nach dem gescheiterten Versuch, den Chefposten beim UN-Flüchtlingshilfswerk zu besetzen, hofft Berlin nun auf bessere Chancen in Genf. Und schon kursiert ein Name: Karl Lauterbach. Der ehemalige Gesundheitsminister und SPD-Bundestagsabgeordnete gilt in Genf allerdings eher als Außenseiter. Kritiker halten ihm sein unkritisches Lob für Tedros während der Corona-„Pandemie“ vor. Zudem haftet ihm das Image eines „Ein-Mann-Panik-Orchesters“ an – während der Corona-Jahre unterstützte er die Linie der Bundesregierung demonstrativ und forderte noch schärfere Lockdown-Restriktionen.
Lauterbachs Ambitionen sind mit Hürden gespickt. Nicht zuletzt sein polarisierendes Auftreten gilt als klarer Minuspunkt. Aber das Rennen ist offen. Und wer hätte mit Annalena Baerbock als Präsidentin der UN-Generalversammlung gerechnet? (rk)
Bild: Pixabay/Gemeinfrei
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