Washington/Teheran. Lügen haben kurze Beine. Wenige Wochen nach den jüngsten Unruhen im Iran, die nach Schätzungen westlicher Beobachter bis zu 40.000 Todesopfer gefordert haben, kommt die Rolle der USA dabei ans Tageslicht. Offiziell beharrt Washington darauf, daß man die Proteste gegen die Regierung nicht materiell unterstützt habe. Doch das stimmt nicht, berichtet jetzt das „Wall Street Journal“. Nach Recherchen des Blattes hat die US-Regierung vielmehr heimlich Tausende „Starlink“-Terminals ins Land geschmuggelt – eine direkte Einmischung in die Unruhen. Das US-Außenministerium kaufte demnach fast 7.000 der Satellitengeräte an, um regierungskritischen Kräften trotz Internet-Sperren die Kommunikation zu ermöglichen. Etwa 6.000 davon gelangten in den Iran. Präsident Trump war über die Aktion informiert, unklar bleibt, ob er sie persönlich anordnete.
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Trump selbst hatte die Proteste öffentlich angefeuert: „Iranische Patrioten, PROTESTIERT WEITER – ÜBERNEHMEN SIE IHRE INSTITUTIONEN!!!“ schrieb er am 13. Januar auf seiner social media-Plattform „Truth Social“ und kündigte an: „HILFE IST UNTERWEGS.“ Die iranischen Behörden beschlagnahmten Ende Januar allein in der Grenzregion Kurdistan 51 Terminals.
Doch die „Starlink“-Lieferung war nur ein Teil der Strategie. Vor dem Senatsausschuß prahlte Finanzminister Scott Bessent damit, die iranische Wirtschaft gezielt zerstört zu haben: „Was wir im Finanzministerium getan haben, ist, eine Dollarknappheit im Land zu schaffen.“ Dies gipfelte im Dezember im Zusammenbruch einer der größten Banken des Iran, es kam zu einem Bankrun. „Die Zentralbank mußte Geld drucken, die iranische Währung stürzte ab, die Inflation explodierte, und so kam es, daß das iranische Volk auf die Straße ging“, so Bessent.
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Die Verbindung beider Elemente – wirtschaftliche Destabilisierung und logistische Unterstützung für die Protestler – läßt eine koordinierte US-Kampagne erkennen. Präsident Trump hatte bereits im Januar Gespräche mit Elon Musk über den Einsatz von „Starlink“ im Iran geführt. Die Geräte sind im Land illegal, der Besitz kann mehrjährige Haftstrafen nach sich ziehen. Dennoch nutzen Schätzungen zufolge Zehntausende Iraner Musks Technologie, um die massive staatliche Zensur zu umgehen.
Die iranische Führung spricht von einer Verschwörung des Westens. Präsident Massud Peseschkian nannte die Unruhen eine Fortsetzung „amerikanischer und israelischer Intrigen“. Die beschlagnahmten Terminals und die Worte Bessents geben ihm Recht. (mü)
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