Schockierende Drohnen-Lektion: Als zehn Ukrainer die NATO vorführten

17. Februar 2026
Schockierende Drohnen-Lektion: Als zehn Ukrainer die NATO vorführten
International
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Foto: Symbolbild

Talinn/Reval. Eine militärische Lehre, die über alle Zeiten hinweg gültig ist, hat sich allen Veränderungen auf dem modernen Schlachtfeld zum Trotz jetzt auch im High-Tech-Krieg des 21. Jahrhunderts bewahrheitet: militärische Praxis schlägt Theorie. Bei der Großübung „Hedgehog 2025“ führten zehn ukrainische Soldaten zwei komplette Bataillone der NATO vor – und das in nur einem halben Tag. Das berichtet das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf Teilnehmer und Militärkreise. Die Ukrainer, darunter fronterprobte Drohnenpiloten, simulierten mit ihrer modernen Gefechtsführung die vollständige Ausschaltung der NATO-Truppen samt 17 Fahrzeugen.

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Die Bilanz läßt sich nicht schönreden. Ein beteiligter Soldat beschreibt das Verhalten der NATO-Einheiten: „Sie liefen einfach durch die Gegend, ohne irgendwelche Tarnung zu nutzen, stellten ihre Zelte und Fahrzeuge einfach ab.“ Ein hochrangiger Kommandeur zog am Ende eine drastische Bilanz, die das „Wall Street Journal“ wörtlich zitierte: „Wir sind am Arsch.“ Mehr als 16.000 Soldaten aus zwölf Staaten waren an der Übung beteiligt, die ein modernes Schlachtfeld und den Einsatz verschiedener Drohnentypen simulieren sollte.

Die Übung, an der auch britische und estnische Verbände teilnahmen, offenbarte eine fatale Fehleinschätzung: die NATO-Strategen haben nach fast vier Jahren Krieg offenbar noch immer nicht verinnerlicht, wie radikal Drohnen das Schlachtfeld inzwischen verändert haben. Oberstleutnant Arbo Probal, Leiter des estnischen Programms für unbemannte Systeme, erläuterte das Ziel der Übung: „Ziel war es, möglichst schnell Druck, Streß und kognitive Überlastung für die Einheiten zu erzeugen.“ Man habe die Anpassungsfähigkeit der Soldaten unter gegnerischem Beschuß testen wollen.

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Das Ergebnis fiel für die NATO verheerend aus. Die Ukrainer setzten ihr Gefechtsfeldmanagementsystem Delta ein, das mit Hilfe Künstlicher Intelligenz riesige Datenmengen auswertet, Ziele identifiziert und Angriffe koordiniert – und das innerhalb kürzester Zeit. Die zehn Ukrainer in der Rolle des Feindes simulierten die Zerstörung von 17 gepanzerten Fahrzeugen und führten 30 weitere Angriffe durch. Ein Teilnehmer erinnert sich: „Alles war zerstört.“ Aivar Hanniotti, Koordinator für unbemannte Systeme der estnischen Verteidigungsliga, nannte die Ergebnisse für die NATO „katastrophal“. Die Allianz, so sein Urteil, konnte nicht einmal ihre eigenen Drohnenteams einsetzen, so schnell ging alles.

Der frühere estnische Geheimdienstchef Sten Reimann sprach von einem „schockierenden“ Ergebnis für die Bodentruppen. Die NATO müsse nun ihre Taktiken grundlegend überdenken, ihre Panzer besser schützen und vor allem ihre Wirkungsketten beschleunigen. Denn das ukrainische Prinzip, große Datenmengen schnell zwischen Kommando und Fronteinheiten auszutauschen, kollidiert mit der NATO-Doktrin, sensible Informationen im Zweifelsfall lieber zurückzuhalten. Die Übung zeigte: die Zukunft des Krieges gehört denen, die schneller sehen, ihre Daten rascher teilen und angreifen. Dazu ist die NATO ersichtlich noch nicht in der Lage. (mü)

Bild von Alex auf Pixabay/gemeinfrei

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