Berlin. Eine interne Schätzung der Bundeswehr geht von bis zu 1.000 verwundeten Soldaten täglich aus, falls es an der NATO-Ostflanke zum Krieg kommt. Die eigenen Bundeswehrkrankenhäuser wären bei solchen Größenordnungen sofort überlastet, man müßte auf zivile Kliniken ausweichen.
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Eine Untersuchung der Deutschen Krankenhausgesellschaft kommt jedoch zu einem ernüchternden Befund: die deutschen Krankenhäuser sind in ihrer jetzigen Verfassung insgesamt nur „eingeschränkt krisen- und verteidigungsfähig“. Zwar existierten Pläne für zivile Katastrophen, doch für einen militärischen Konflikt fehlten Konzepte, Zuständigkeiten und die nötigen Finanzmittel.
Einzelne Häuser betonen, daß sie auf Notfälle durchaus vorbereitet seien. So erklärte das Klinikum Hersfeld-Rotenburg, daß man sich fortlaufend mit Szenarien wie einem Massenanfall von Verletzten oder einer Pandemie beschäftige. In Hessen seien Notfallpläne Pflicht, die Abläufe und Ressourcen regeln. „Dies dient der stetigen Optimierung und berücksichtigt sicherheitsrelevante Entwicklungen“, sagt Kliniksprecher Werner Hampe. Mitarbeiter würden regelmäßig geschult, und Übungen befähigten das Personal, „im Ernstfall strukturiert und koordiniert zu handeln“.
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Das Gesamtbild, das die deutschen Krankenhäuser bieten, ist aber eher ernüchternd. Umso mehr gewinnt der Zivilschutz an Bedeutung. Konkrete, bundesweite Vorgaben gibt es laut Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe aber kaum. Die strategische Ausrichtung liege bei Bund und Ländern. Kliniksprecher Hampe fordert: „Mit Blick auf die sich verändernde sicherheitspolitische Lage muß auf Landes- als auch auf Bundesebene geprüft werden, inwieweit Rahmenkonzepte angepaßt werden müssen.“ Entscheidend seien die dann vorgegebenen Rahmenbedingungen und finanziellen Mittel. Derzeit sind sie ersichtlich nicht ausreichend. (he)
Bildquelle: Pixabay/gemeinfrei
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