Berlin/Brüssel. Deutschland hat innerhalb der Europäischen Union die betagteste Erwerbsbevölkerung. Die aktuellen Daten der EU-Statistikbehörde Eurostat, die das Statistische Bundesamt veröffentlichte, zeigen: von den rund 40,9 Millionen Erwerbstätigen im Alter zwischen 15 und 64 Jahren gehörten im vergangenen Jahr gut 9,8 Millionen der Generation „55plus“ an. Dieser Personenkreis stellt damit knapp ein Viertel (24,0 Prozent) aller Arbeitenden. Dieser Wert ist europäischer Rekord. Im Durchschnitt der 27 EU-Staaten liegt der Anteil älterer Beschäftigter bei lediglich einem Fünftel (20,1 Prozent).
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Italien folgt mit einem Anteil von 23,0 Prozent auf dem zweiten Rang. In Bulgarien beträgt der Anteil 22,3 Prozent und liegt damit ebenfalls deutlich über dem EU-Mittel. Ganz anders stellt sich die Situation in Malta dar: dort ist nur etwa jeder neunte Erwerbstätige (10,8 Prozent) zwischen 55 und 64 Jahre alt. Ebenfalls vergleichsweise junge Belegschaften weisen Luxemburg mit 12,8 Prozent und Polen mit 15,2 Prozent auf.
Die Ursachen für die deutsche Spitzenposition sind naheliegend. Der dominierende Faktor ist die fortschreitende Alterung der Gesellschaft. Parallel dazu verschiebt sich der Zeitpunkt des endgültigen Berufsausstiegs kontinuierlich nach hinten – die Menschen brauchen ihr Gehalt, von der Rente können Rentner in Deutschland nur selten leben. Laut der Deutschen Rentenversicherung lag das durchschnittliche Renteneintrittsalter 2024 bei 64,7 Jahren. Die Entwicklung wird durch die schrittweise gesetzliche Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre bis zum Jahr 2029 noch zusätzlich befeuert. Außerdem wirkt sich das Auslaufen bestimmter Modelle für eine vorgezogene Altersrente aus, die in der Vergangenheit einen Rentenbeginn teilweise schon ab 60 Jahren ermöglichten.
Im übrigen entlarvt die betagte deutsche Erwerbsbevölkerung eine Hauptlüge der Zuwanderungsbefürworter, die gebetsmühlenhaft argumentieren, Deutschland brauche dringend junge Zuwanderer für seinen Arbeitsmarkt. Doch auf dem Arbeitsmarkt sind die jungen „Bereicherer“ ersichtlich nicht angekommen. In der sozialen Hängematte allerdings schon. (rk)
Bild: Pixabay/gemeinfrei
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