Lautwerden hilft: ADAC-Chef tritt nach Kündigungswelle zurück

10. Februar 2026
Lautwerden hilft: ADAC-Chef tritt nach Kündigungswelle zurück
Kultur & Gesellschaft
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Foto: Symbolbild

München. Niemand soll sagen, der Kunde sei machtlos. Das ist er keineswegs. Er muß sich nur Gehör verschaffen. ADAC-Präsident Gerhard Hillebrand hat die Botschaft verstanden: er hat sein Amt niedergelegt. Der Verkehrsclub gibt an, Hillebrand übernehme damit die Verantwortung für einen schweren Imageschaden, den er in einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ Ende letzten Jahres angerichtet hatte.

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Darin hatte sich Hillebrand zur CO2-Bepreisung geäußert, die bekanntlich durch keinerlei objektive Fakten gerechtfertigt ist, aber die Spritpreise seit Jahren völlig unnötig verteuert: „Der ADAC hält die CO2-Bepreisung für ein richtiges Instrument, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Die Leute brauchen den Anreiz, um auf klimaschonende Alternativen zum Diesel und Benziner umzusteigen.“ Er ergänzte, es sei richtig, sich Zeit zu lassen und Preisspitzen zu verhindern, „zumal eine Preiserhöhung nur dann positiv wirkt, wenn auch ausreichend Möglichkeiten bestehen, diese mit alternativen Angeboten zu vermeiden“.

Mit diesen Aussagen hatte Hillebrand bei den ADAC-Mitgliedern einen Empörungssturm ausgelöst. Eine Flut von Beschwerden und rund 60.000 Kündigungen flatterten dem traditionsreichen Automobilclub ins Haus. Hillebrand bedauerte, daß seine Worte Verunsicherung und Ärger auslösten sowie der Glaubwürdigkeit des Vereins schadeten. Er sei zu der Einsicht gelangt, „daß es im Interesse des ADAC und seiner Glaubwürdigkeit richtig ist, daraus persönliche Konsequenzen zu ziehen“.

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Eine Vereinssprecherin zeigte sich betroffen über den Mitgliederschwund: „Wir bedauern, daß so viele Mitglieder den ADAC aus Verärgerung verlassen haben.“ Man werde intensiv um die Enttäuschten werben.

Die CO2-Bepreisung hat das Benzin an den Tankstellen zu Jahresbeginn 2026 erneut um bis zu drei Cent je Liter verteuert. Das geht schon seit Jahren so. Dabei ist die CO2-Bepreisung, mit der der Kohlendioxid-Ausstoß beim Autofahren „bestraft“ werden soll, ein reines Ideologieprojekt. Sie rettet weder das Klima noch den Planeten. Die meisten Autofahrer empfinden sie zurecht als Zumutung. (rk)

Bild: Pixabay/gemeinfrei

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3 Kommentare

  1. Scripted Reality sagt:

    Der ADAC hat sich zu einer Grünen Vorfeldorganisation entwickelt und ist „gesichert bepreisungsextremistisch“.

  2. Ganz genau. Das zeigt wie stark Kunden/Bürger sein können.
    Die deutschen Bürger sollten sich öfters ihrer Stärke bewusst sein und sich wehren wenn man sie mies behandelt. Gerade gegen Preiserhöhungen (aber AUCH GEGEN ANDERE DINGE!) helfen Beschwerdemails, Beschwerdebriefe, Kündigungen, Protestaktionen, Petitionen und Kaufboykotte.

  3. […] ein! Wie sähe ein Österreich ohne Asylanten wirklich aus – ein Realitätscheck Lautwerden hilft: ADAC-Chef tritt nach Kündigungswelle zurück Steigende Militärtransporte: Haben die Kriegsvorbereitungen gegen den Iran begonnen? Die neue […]

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