Berlin. Deutschlands Arbeitnehmer müssen sich auf eine neue Rekordbelastung einstellen. Die Gesamtbelastung durch Sozialabgaben steigt auf 42,3 Prozent des Bruttolohns. Dieser Wert übertrifft den bisherigen Höchststand aus dem Jahr 1998 von 42,1 Prozent. Der Begriff „Lohnnebenkosten“ verharmlost das tatsächliche Ausmaß der Abgabenlast. Sie entspricht faktisch einem kompletten zweiten Gehalt, das monatlich an die Sozialkassen abgeführt wird.
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Verantwortlich für den neuen Rekord ist vor allem der erhöhte Zusatzbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung. Dieser steigt von 2,5 auf 2,9 Prozent. Damit zahlen gesetzlich Krankenversicherte künftig durchschnittlich 17,5 Prozent ihres Bruttolohns allein für die Krankenversicherung.
Zusammengerechnet mit den anderen Sozialabgaben – 18,6 Prozent Rentenversicherung, 3,6 Prozent Pflegeversicherung und 2,6 Prozent Arbeitslosenversicherung – ergibt sich die neue Rekordbelastung von 42,3 Prozent.
Die finanziellen Auswirkungen sind enorm. Für einen Spitzenverdiener an den Beitragsbemessungsgrenzen bedeutet dies eine monatliche Abgabe von 3.017,80 Euro. Hochgerechnet auf das Jahr, summiert sich dieser Betrag auf über 36.000 Euro – ein Betrag, der einem vollwertigen Jahresgehalt entspricht.
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Die Entwicklung ist kein vorübergehender Ausreißer. Sie signalisiert die strukturelle Krise des Sozialversicherungssystems. Die demographische Entwicklung verschärft den Druck zusätzlich. Der Rentenbeitragssatz von heute 18,6 Prozent könnte bald über 20 Prozent steigen.
Die Mathematik ist unbestechlich und zeigt die Dramatik: früher bezogen die Deutschen im Schnitt zehn Jahre Rente, nachdem sie 45 Jahre gearbeitet hatten. Kamen damals vier bis fünf Beitragszahler für einen Rentner auf, sind es heute nur noch zwei. Diese Zahl sinkt demnächst auf nur noch 1,5.
Ohne grundlegende Reformen von Renten- und Gesundheitssystem droht das Sozialversicherungssystem aus dem Gleichgewicht zu geraten. Die sogenannten „Lohnnebenkosten“ haben sich längst zu einem unverschämt teuren Nebenjob entwickelt. (se)
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