Keine Wunderwaffen aus Germany: Helsing-Drohne floppt in der Ukraine

31. Januar 2026
Keine Wunderwaffen aus Germany: Helsing-Drohne floppt in der Ukraine
International
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Foto: Symbolbild

Kiew/München. Das Desaster hatte sich bereits abgezeichnet: die Kiewer Regierung hat jetzt einen geplanten Großauftrag für Kampfdrohnen des deutschen Unternehmens Helsing ausgesetzt. Das berichtet der Wirtschaftsnachrichtendienst „Bloomberg“ unter Berufung auf informierte Quellen. Der Vertrag über bis zu 6.000 „HX-2“-Systeme zählte zu den größten Einzelbestellungen für unbemannte Flugkörper im Ukrainekrieg.

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Der Beschaffungsstopp folgte auf umfangreiche Tests durch ukrainische Truppen. Dabei sollen ihnen „erhebliche Mängel“ an der als Vorzeigeprodukt angepriesenen Drohne aufgefallen sein. Den Berichten zufolge scheiterte die HX-2 schon an einem zuverlässigen Start. Mehrere der werbewirksam hervorgehobenen KI-Funktionen erfüllte sie nicht. Die Bediener verloren während der Einsätze mehrfach die Verbindung zu den Flugkörpern. Zudem erwies sich die Drohne als anfällig für elektronische Störmaßnahmen – ausgerechnet der Bereich, der zu ihren Kernstärken gezählt hatte.

Helsing widersprach dieser Darstellung gegenüber „Bloomberg“. Das Unternehmen verwies auf eigene Daten, die eine hohe Erfolgsquote bei Erstflügen in der Ukraine belegen sollen. Man sei mit den geschilderten spezifischen Problemen nicht vertraut, erklärte ein Sprecher. Zugleich gab das Unternehmen bekannt, vorläufig keine neuen Bestellungen für die HX-2 mehr anzunehmen. Man wolle abwarten, bis die ukrainische Seite wieder Interesse bekunde.

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Die etwa zwölf Kilogramm schwere Drohne mit ihrer charakteristischen X-Flügelform wird oft mit der russischen „Lancet“-Drohne verglichen. Sie soll Ziele in bis zu 100 Kilometern Entfernung bekämpfen und dabei rund 220 Stundenkilometer erreichen. Ihr wesentliches Verkaufsargument war ihre fortschrittliche Software, die künstliche Intelligenz für Zielerfassung und Steuerung nutzt. Ausgerechnet diese KI-Fähigkeiten bewerten ukrainische Nutzer nun als die größten Schwachstellen. (mü)

Bild von Alex auf Pixabay/gemeinfrei

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