Statistikamt will Zahlen zurückhalten: Firmenpleiten nehmen rasant zu

21. Januar 2026
Statistikamt will Zahlen zurückhalten: Firmenpleiten nehmen rasant zu
Wirtschaft
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Foto: Symbolbild

Wiesbaden. Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden wird künftig keine Insolvenzzahlen mehr vorab veröffentlichen. Künftig sollen die belastbaren Daten der Insolvenzentwicklung erst drei Monate im nachhinein vorliegen. Weil Insolvenzanträge aber erst nach einer gerichtlichen Entscheidung gezählt werden und diese oft Monate auf sich warten läßt, entsteht eine Halbjahreslücke zwischen Ereignis und veröffentlichter Statistik.

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Die Statistikbehörde begründet die Umstellung mit der mangelnden „methodischen Reife und Belastbarkeit“ der vorläufigen Angaben. Sie stuft sie als „experimentelle Daten“ ein. Tatsächlich wichen sie aber zuletzt kaum von den endgültigen Werten ab.

Beobachter mutmaßen denn auch, daß sich das Wiesbadener Amt schlichtweg um die Veröffentlichung allzu vieler Hiobsbotschaften herumdrücken will. Tatsächlich sind die jüngsten Zahlen desaströs: für Dezember 2025 verzeichnete die Behörde einen vorläufigen Anstieg von 15,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die endgültigen Zahlen für Oktober 2025 weisen 2.108 Unternehmenspleiten aus. Auch das sind noch stattliche 4,8 Prozent mehr als im Oktober 2024. Der vorab gemeldete Wert lag höher, bei 6,5 Prozent.

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Die Gesamtforderung der Gläubiger sank im Oktober 2025 auf 2,6 Milliarden Euro. Im Vorjahr waren es noch 3,8 Milliarden. Weniger große Konkurse drücken die Summe, obwohl die Fallzahl stieg. Anders ausgedrückt, breiten sich die Unternehmenspleiten jetzt zunehmend in der mittelständischen Firmenlandschaft aus.

Die Insolvenzdichte lag im Oktober bei 6,1 Pleiten je 10.000 Unternehmen. Am stärksten betroffen war der Verkehrssektor mit 12,3 Fällen. Es folgten das Gastgewerbe (10,5) und das Baugewerbe (8,5). (rk)

Bildquelle: Pixabay

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