Israel greift durch: Übergriffe auf Palästinenser nehmen dramatisch zu

21. Januar 2026
Israel greift durch: Übergriffe auf Palästinenser nehmen dramatisch zu
International
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Foto: Symbolbild

Tel Aviv. Im Windschatten der anhaltenden israelischen Aggression des Gazastreifens „arrondiert“ Israel auch in den besetzten Palästinensergebieten seinen Machtbereich – auf Kosten der nicht-jüdischen Bevölkerung. Die Lage für Palästinenser im israelisch besetzten Westjordanland wird immer unhaltbarer. Die Gewalt israelischer Siedler hat dort im vergangenen Jahr dramatisch zugenommen. Viele Attacken gehen auf das Konto organisierter radikal-zionistischer Verbände.

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Nach einem Bericht der (israelischen!) Zeitung „Haaretz“ stieg die Zahl der Übergriffe 2025 um ein Viertel. Die Blatt beruft sich auf interne Zahlen des israelischen Verteidigungsapparats. Eine Anfrage an die israelische Armee erbrachte die Aussage: „Im Laufe des letzten Jahres hat sowohl der Umfang als auch die Schwere der Gewalt durch Siedler zugenommen.“

Laut „Haaretz“ kam es seit dem Angriff der Hamas am 7. Oktober 2023 zu über 1700 Vorfällen in den besetzten Palästinensergebieten. Allein 2025 seien bei 845 Zwischenfällen mehr als 200 Menschen verletzt und vier getötet worden. Im Vorjahr 2024 hätten 675 Attacken 149 Verletzte und sechs Todesopfer gefordert.

Dieser Anstieg sei nicht bloß auf vereinzelte Taten zurückzuführen. Verantwortlich seien größere, koordinierte Gruppen, die von Politikern und bekannten nationalistischen Aktivisten unterstützt würden. Ein wesentlicher Faktor sei die Ausbreitung sogenannter Farmen. Deren Zahl habe sich seit vor dem Gazakrieg von rund 30 auf inzwischen über 120 erhöht.

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Die israelische Organisation „Betselem“ erklärt, es handele sich um landwirtschaftliche Areale im Westjordanland. Siedler übernähmen dort die Kontrolle – anders als bei offiziellen Siedlungen – oft ohne staatliche Genehmigung. Die „Haaretz“ berichtet, die Bewohner dieser Farmen initiierten häufig Angriffe auf Palästinenser im Umland.

Ein hochrangiger Verteidigungsbeamter wird mit den Worten zitiert: „Wer die Gründung von fast 100 neuen Farmen seit Kriegsbeginn ignoriert, sollte sich nicht über den Anstieg nationalistischer Auseinandersetzungen und Straftaten wundern.“

Den palästinensischen Gesundheitsbehörden zufolge kamen seit Kriegsbeginn im Gazastreifen mehr als 1000 Palästinenser im Westjordanland durch israelische Soldaten oder Siedler ums Leben. Israel hält das Westjordanland seit 1967 völkerrechtswidrig besetzt. (mü)

Bildquelle: Wikimedia/Dr. Zachi Evenor/CC BY 2.0

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