Ungereimtes zum 7. Oktober 2023: Sponserte Tel Aviv die Hamas?

13. Januar 2026
Ungereimtes zum 7. Oktober 2023: Sponserte Tel Aviv die Hamas?
International
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Foto: Symbolbild

Tel Aviv. Auch über zwei Jahre nach dem verhängnisvollen Hamas-Überfall auf israelische Zivilisten am 7. Oktober 2023 ist vieles daran noch ungeklärt. Früh hatten etwa Militär-Insider darauf aufmerksam gemacht, daß der Massenangriff auf israelische Konzertbesucher, bei dem die Hamas unter anderem Gleitschirme einsetzte und die Grenzbefestigungen an mehreren Stellen durchbrechen konnte, für die israelischen Sicherheitsorgane unmöglich überraschend sein sein konnte – die Grenze zum Gazastreifen gehört schließlich zu den bestbewachten Grenzen der Welt.

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Jetzt brachten israelische Medien weitere verstörende Details an den Tag. Demnach hat die Regierung Netanyahu die Finanzierung der Hamas über qatarische Kanäle bewußt gefördert. Laut der israelischen Tageszeitung „Haaretz“ forderte Tel Aviv den Golfstaat etwa einen Monat vor dem Angriff am 7. Oktober auf, die Geldtransfers in den Gazastreifen nochmals zu erhöhen. Dies soll geschehen sein, nachdem die Hamas mit einer Verschärfung der Gewalt gedroht hatte. Die Forderung wurde einem qatarischen Gesandten in einem Jerusalemer Hotel übermittelt. Vertreter des israelischen Koordinators für Regierungsaktivitäten in den besetzten Gebieten und ein ehemaliger Shin-Bet-Chef für den Südbezirk handelten dabei im Regierungsauftrag.

Bereits in den Jahren zuvor soll die Finanzierung der Hamas durch Qatar geduldet worden sein. Nach „Haaretz“-Informationen vermuteten israelische Sicherheitsbeamte, daß die Gelder auf mehreren Wegen insbesondere den militärischen Apparat der Hamas stärkten. Zum einen wurden zwischen 2018 und 2021 mehrere zehn Millionen Dollar in bar in Koffern nach Gaza transferiert. Diese Praxis erschwerte jede Kontrolle und ermöglichte es, daß Teile des Geldes bei Hamas-Funktionären für undurchsichtige Zwecke landeten.

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Zum anderen gingen die Beamten früh davon aus, daß Qatars als zivil deklarierte Hilfslieferungen es der Hamas erlaubten, eigentlich für zivile Zwecke bestimmte Mittel zur Beschaffung von Waffen und militärische Vorbereitungen umzuleiten. Dagegen unternommen wurde aber nichts.

Eine Untersuchung des israelischen Inlandsgeheimdienstes Shin Bet vom März 2025 behauptet laut „Haaretz“ sogar, die Hamas sei „mit Hilfe von Finanzmitteln aus Qatar bewaffnet worden“. Das Büro von Regierungschef Benjamin Netanjahu räumte ein, daß die Hamas seit März 2022 tatsächlich vier Millionen Dollar an ihren militärischen Flügel umgeleitet habe. Gleichzeitig bestritt Netanjahu jedoch, je ein Geheimdienstdokument gesehen zu haben, das eine terroristische Verwendung der über Qatar fließenden Gelder belege. Er führte den militärischen Aufbau der Hamas primär auf den Waffenschmuggel aus dem Sinai zurück. Auf Nachfrage zu dem Bericht wollten weder das Büro des Premierministers, der Shin Bet noch das Büro des Koordinators Stellung nehmen. (mü)

Bildquelle: Wikimedia/Dr. Zachi Evenor/CC BY 2.0

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