Paris/Berlin. Dem gemeinsamen deutsch-französischen Kampfjetprojekt FCAS (Future Combat Air System) droht neues Ungemacht und womöglich das Aus: die CSU will nun angesichts unüberbrückbarer Differenzen mit Frankreich die Entwicklung im nationalen Alleingang vorantreiben. Dies geht aus einem Beschlußentwurf für die kommende Klausurtagung der Partei in Kreuth hervor.
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Hintergrund der Forderung ist die erneute und offenbar nunmehr endgültige Verhandlungspause zwischen Berlin und Paris. Die Entscheidung über das mehr als 100 Milliarden Euro schwere Rüstungsvorhaben wurde zuletzt auf unbestimmte Zeit vertagt. Beide Länder können sich weder auf die industrielle Aufteilung noch auf die konkreten militärischen Spezifikationen des künftigen Kampfjets einigen.
Ursprünglich hätte der deutsch-französische Ministerrat Ende August 2025 in Toulon den Weg freimachen sollen. Bundeskanzler Friedrich Merz verkündete jedoch kurz zuvor eine Verschiebung und setzte das Jahresende als neue Zielmarke. Diese Frist verstrich, ohne daß eine Einigung erzielt wurde; das Scheitern wurde am 1. Januar bekannt.
Laut einem „Spiegel“-Bericht liegen die tiefgreifenden Differenzen vor allem im Machtkampf der beteiligten Konzerne begründet. Der französische Flugzeugbauer Dassault beansprucht 80 Prozent der Projektanteile für sich. Deutschland und der dritte Projektpartner Spanien beharren hingegen auf einer gleichgewichtigen Beteiligung aller drei Hauptfirmen – Dassault, Airbus Deutschland und des spanischen Konzerns Indra.
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Das FCAS ist als komplexes Waffensystem konzipiert, das über ein reines Kampfflugzeug hinausgeht. Es soll im Verbund mit unbemannten Drohnen agieren können und ab dem Jahr 2040 den in die Jahre gekommenen „Eurofighter“ ersetzen. Angesichts der festgefahrenen Lage pocht die CSU nun darauf, deutsche Interessen und Fähigkeiten notfalls ohne den Partner Frankreich zu bündeln, um das Schlüsselprojekt für die Zukunft der Bundeswehr nicht weiter zu gefährden. (mü)
Bildquelle: Pixabay/gemeinfrei
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Viele Deutsche haben sich nach militärischem Selbstbewußtsein gesehnt – aber unter diesen Amateuren und unter diesen GründeAbsichten?
Ich weiß ja nicht…